Alte Handwerkskunst neu entdeckt

Alte Handwerkskunst neu entdeckt

Alte Handwerks-Kunst neu entdeckt©istock/ZoiaKostina
©istock/ZoiaKostina

Ob Töpfern, Filzen oder Seife sieden: Fast vergessene traditionelle Handwerkskünste sind wieder total angesagt. Wir stellen Euch einige beliebte Techniken aus „der guten alten Zeit“ vor, die sich auch prima für Anfänger eignen. Also, Ärmel hoch und ausprobieren. Viel Spaß dabei!

Töpfern

Vase, Kerzenständer & Co: Selbst töpfern liegt im Trend

Selbst gemachte Keramik macht Freude ©istock/hrabar
©istock/hrabar

Töpfern ist ein besonders sinnliches Kunsthandwerk. Um herauszufinden, ob einem das Material überhaupt liegt, braucht man nicht mehr als etwas Ton und einen Tisch. Dann kann man in aller Ruhe ein wenig modellieren und sich mit der Konsistenz und Formbarkeit von Ton vertraut machen. Wer Freude daran hat, meldet sich zu einem Töpferkurs an. Oft wird das von der örtlichen Volkshochschule oder von erfahrenen Töpferern angeboten. Eine schöne Alternative sind Kreativreisen, bei denen man sich ganz entspannt dem neuen Hobby widmen kann.

Filzen

Aus Wolle schöne Dinge zaubern

Filzen ist ganz einfach ©istock/Hans-Martens
©istock/Hans-Martens

Die uralte Handwerkskunst, ungesponnene Wolle zu verfilzen, liegt heute wieder voll im Trend. Gemacht wird es nicht viel anders als vor 2000 Jahren. Mit Hilfe von Wasser und Kernseife werden die Wollfasern ausdauernd geknetet und gewalkt, so dass sie schrumpfen und sich verdichten. Dann muss die Masse nur noch in Form gebracht werden. Wer gerne strickt, kann seine Arbeiten auch in der Waschmaschine filzen. Diese Technik eignet sich besonders für schöne Täschchen, Hausschuhe oder Kuscheltiere.

 

Seife selbst sieden

Selbst gemachte Seifenstücke bringen viel Freude

Beauty-Geschenke: Kosmetik selber machen ©istock/Dejan_Dundjerski
©istock/Dejan_Dundjerski

Gerade auf dem Land wurde früher sehr viel Seife gekocht. Dabei hat man häufig Fettabfälle verwertet. Die Seife, die dabei entstand, wurde hauptsächlich im Haushalt verwendet. Heute nimmt man für selbst gemachte Seifenstücke nur hochwertige Rohstoffe, wie gute Fette und Öle in Lebensmittelqualität. Das Sieden selbst ist eigentlich nicht schwer. Weil aber ätzende Natronlauge zum Einsatz kommt, muss man sich gut schützen und behutsam vorgehen. Anfänger können aber auch mit so genannten Rohseifen arbeiten. Die können nach Belieben mit Kräutern, Blumen und ätherischen Ölen individualisert werden.  Das ist schnell gemacht und immer ein nettes Geschenk.

Papier schöpfen

In wenigen Schritten vom Altpapier zur hübschen Grußkarte

Handgeschöpftes Papier ©istock/ littlebloke
©istock/ littlebloke

Aus alten Zeitungen wunderschönes, handgemachtes Papier zaubern? Das ist kein Hexenwerk. Eigentlich muss man nur etwas Altpapier in kleine Schnipsel reißen, das Ganze in Wasser einweichen und gut durchrühren. Dann wird das neue Papier geschöpft. Einsteiger benötigen dafür noch nicht einmal einen Papierschöpfrahmen. Zum Ausprobieren tut es auch ein Pfannen-Spritzschutz. Nach dem Trocknen kann man mit dem selbst gemachten Papier z.B. individuelle Grußkarten anfertigen.