Alte Gemüsesorten neu entdeckt

Alte Gemüsesorten neu entdeckt

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©istock/monkeybuisnessimages
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Lange verschmäht und vergessen, sind alte Gemüsesorten heute beliebter denn je. Besonders die moderne deutsche Küche möchte auf Mangold, Topinambur, Rote Bete, Steckrüben und Pastinaken nicht mehr verzichten.

Omas Rezepte stehen wieder ganz oben auf dem Speiseplan. Ob Eintöpfe, Gemüsekuchen oder Aufläufe: Mit alten Gemüsesorten schmecken sie besonders gut und sind super gesund. Denn die Lebensmittel stecken voller wichtiger Vitamine und Nährstoffe, die der Körper gerade in der kalten Jahreszeit braucht. So wärmen diese Gerichte nicht nur Leib und Seele, sondern halten uns auch fit und gesund. Wer das Gemüse wie zu Omas Zeiten zubereiten möchte, sollte es allerdings nicht „totkochen“, wie es früher üblich war. Lange Garzeiten sind  Vitamin-Räuber und nehmen zudem den feinen Geschmack. Der beste (Diebstahl-)Schutz: Macht ab und zu eine Garprobe!

Pastinake

Pastinake ©Istock/Jerry Deutsch
Pastinaken sind ideal zum Würzen ©Istock/Jerry Deutsch

Pastinaken erntet man vom ersten Frost bis zum Frühjahr. Äußerlich erinnern sie an Rettich, schmecken jedoch süß. Mit ihrem würzig-süßlichen Geschmack ist das fettarme Gemüse ideal als Gewürz oder Einlage in Suppen und Püree. Ein Klassiker in der englischen Küche ist Pastinakenpüree. Die Rübe hat viele Ballaststoffe, Vitamine und Kalium. Sie lindert Magen- und Darm-Beschwerden und ist gut für die Nerven.

 

Topinambur

©istock/margouillatphotos
Topinambur schmeckt wie Artischocken ©istock/margouillatphotos

Die Franzosen benannten die ursprünglich aus Nordamerika stammende Knolle nach dem gleichnamigen Indianerstamm „Topinambour“. Heute baut man sie vor allem in Südfrankreich an. Sie enthält reichlich Eisen und Eiweiß und gehört zu den kaliumreichsten Gemüsesorten. Roh erinnert ihr Geschmack an Artischocken, gegart schmeckt sie eher süßlich. Gern wird die Wurzel zu Salat, Suppe, Püree oder Schnaps verarbeitet. Als Sirup ist der Topinambur ein ideales Süßungsmittel. Er wirkt appetitzügelnd und ist damit ein gesunder Abnehm-Helfer. Zudem enthält er krebshemmende Stoffe.

Rote Bete

Rote Bete Dip
©Ania Groß/ Rote-Bete-Blog

Wer Rote Bete nur in essigsaurer Marinade aus dem Glas kennt, hat bis jetzt wirklich was verpasst! Die roten Knollen – auch als Ranne, Rande oder Rote Rübe bekannt – sind nicht nur wahnsinnig gesund, sondern auch richtig lecker. Im Borschtsch, einer aus Osteuropa stammenden Suppe, ist die aromatische Rübe Grundbestandteil. Ebenso lecker ist sie im Heringssalat oder im Ofen gebacken mit Kräuterquark. Die rote Wurzel fördert die Verdauung und beugt Erkältungen vor.

 

Mangold

gemüsesorten
©iStock/rez-art


Unsere Vorfahren verspeisten Mangold bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gern und oft – doch dann verdrängte der Spinat zumindest in Deutschland das feine und würzige Gemüse. Zum Glück für Gaumen und Gesundheit ist Mangold wieder im Kommen! Mangold wird zubereitet wie Spinat. Er schmeckt würziger als dieser und zerfällt nicht so schnell. Man verwendet nur Blätter oder Stängel. Er ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, stärkt das Immunsystem und hilft gegen Bronchitis und Lungenentzündung.

 

 

Steckrübe

Alte Gemüse-Sorten neu entdeckt ©istock/ harrysimpsonphotography
Die Steckrübe ist schon lange kein Arme-Leute-Essen mehr ©istock/harrysimpsonphotography

Über die Jahrhunderte hinweg galt die Kreuzung aus Kohlrabi und Herbstrübe als Arme-Leute-Essen, das viele Vitamine und satt machende Kohlenhydrate liefert. Heute schätzt man sie auch als Diät-Rübe: Mit rund 30 kcal pro 100 g ist sie eines der kalorienärmsten Knollengemüse. Tipp: Eher kleine Rüben kaufen (große sind meist holzig) und innerhalb einer Woche verputzen.

 

 

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