7 Dinge, die ihr jetzt über Himbeeren und Co wissen müsst!

7 Dinge, die ihr jetzt über Himbeeren und Co wissen müsst!

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Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren
Ein wahrer Sommertraum ©iStock/Baks

Lecker und gesund: Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren … Den süßen Früchtchen kann kaum jemand widerstehen. Und es gibt so einige spannende Fakten zum runden Obst.

Ob rot oder schwarz, süß oder säuerlich, groß oder klein – im Sommer ist die Auswahl an frischen und regionalen Beeren wie Himbeeren und Erdbeeren besonders groß. Dass die kleinen Früchte lecker, gesund und in der Küche vielfältig einsetzbar sind, erklärt sich von selbst. Doch was nur die wenigsten wissen: Einige der beliebten Beeren sind streng genommen gar keine Beeren. Wir haben zusammen mit der BVEO (der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V.) 7 spannende Fakten rund um die kleinen Früchtchen zusammengestellt. Und zeigen euch ein leckeres Rezept. Lest selbst!

1. Nicht alle Beeren sind Beeren

Bei den Beerenfrüchten unterscheidet die Botanik zwischen Schließ- und Sammelfrüchten. Als echte Beerenfrüchte werden nur die Schließfrüchte bezeichnet. Ihre Samen sind im vollreifen Zustand vom Fruchtfleisch umhüllt. Das ist bei Johannisbeeren und Blaubeeren der Fall. Befinden sich die Samen stattdessen außen, handelt es sich um eine Sammelfrucht. Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren sind somit aus botanischer Sicht keine echten Beerenfrüchte!

2. Es gibt sie auch in weiß

Himbeeren, Johannisbeeren, Sommer
Sauer macht lustig: schwarze Johannisbeeren ©iStock/Remains

Köstlich säuerliche rote und schwarze Johannisbeeren – in Österreich heißen sie übrigens Ribiseln – erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sorgen sowohl pur als auch in Kuchen und Desserts für großen Genuss. Noch nicht ganz so bekannt ist die weiße Johannisbeere. Sie schmeckt etwas süßer als ihre roten Schwestern.

Die dunklen Johannisbeeren haben übrigens dreimal so viel Vitamin C wie eine Zitrone. Nur 100 g decken den Tagesbedarf reichlich. Ihre Inhaltsstoffe sind zudem durchblutungsfördernd und entzündungshemmend.

3. Handverlesen

Himbeeren, Sommer, Früchte
So zart: süße Himbeeren ©iStock/Kuvona

Die kleinen roten Himbeeren haben ein besonders zartes Fruchtfleisch. Daher reagieren die süßen Früchte sehr empfindlich auf Druck. Damit es bei der Ernte nicht zu Schäden an den Beeren kommt, werden sie ausschließlich per Hand geerntet.

Tipp: Bei der Lagerung von Himbeeren darauf achten, dass sie vorsichtig und locker nebeneinander gelegt werden. In einer Schale oder auf einem Teller im Kühlschrank halten sie sich so bis zu drei Tage. Aber wer kann schon drei Tage lang widerstehen?! Bei uns sind sie immer sofort vernascht.

4. Beeren sind hervorragende Vitaminlieferanten

Nie war das Decken des Vitamin C Tagesbedarfs einfacher und leckerer als mit Beeren. Beispielsweise reichen bereits 150 bis 200 Gramm Erdbeeren aus, um den Körper 24 Stunden lang mit ausreichend Vitamin C zu versorgen. Daneben enthalten die süßen Früchte auch viele andere gesunde Nährstoffe. Brombeeren sind zu Beispiel der größte Provitamin-A-Spender unter den Beeren. Besonders praktisch: Die leckeren Vitaminlieferanten müssen vor dem Verzehr nicht aufwändig geputzt, geschält und zubereitet werden.

5. Immer beliebter: Heidelbeeren

Lebensmittel Blaubeeren Gesund
Blaubeeren senken das Krebsrisiko ©iStock/5second

Die Anbaufläche für Heidelbeeren, die auch Blaubeeren genannt werden, ist in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren um fast 80 Prozent gestiegen. Auf einer Gesamtfläche von 2480 Hektar konnten 2015 rund 12000 Tonnen Heidelbeeren deutscher Erzeuger geerntet werden. Wie wäre es also beim nächsten Frühstück mit einem leckeren, selbst gemachten Heidelbeer-Joghurt?

Und: Die blauen Beeren sind sehr gesund! Die Medizin geht davon aus, dass sie das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich senken können. Sie sind zudem antioxidativ und entzündungshemmend.

6. Es kommt nicht auf die Farbe an

Je dunkler die Beere desto intensiver ihr Aroma? Falsch! Die Farbe der Frucht gibt nicht immer Auskunft über ihren Geschmack, denn die Farbintensität variiert von Sorte zu Sorte. Während manche Erdbeeren im hellroten Zustand schon ihr volles Aroma entwickelt haben, sind andere erst dann reif, wenn sie tiefrot sind. Somit sind dunkelrote Erdbeeren nicht unbedingt süßer und hellere nicht zwangsläufig säurehaltiger.

7. Auch in den Stielen steckt viel Gutes

Wer erfrischenden Johannisbeersaft herstellen möchte, kann die Stiele ruhig mit in den Topf geben. Denn sie enthalten Gerbsäure und geben dem Fruchtsaft besonders viel Aroma.

Rezept-Idee: Johannisbeeren in einen großen Topf geben, mit dem Stampfer zerdrücken, einen Liter Wasser hinzugeben und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Das Fruchtfleisch mit einem Sieb auffangen und den Saft mit etwas Zucker erneut aufkochen lassen. Schaum gegebenenfalls abschöpfen, den Saft in Flaschen geben, abkühlen lassen und genießen.

Rezept: Süße Pizza mit Erdbeeren und Erdbeereis

Das braucht ihr für den Teig:

10 g frische Hefe / 1 TL Zucker / 250 g Mehl / 50 g Hartweitengrieß / 1 TL Salz /Mehl, zum Arbeiten / 2 EL Olivenöl

So geht’s: Für den Teig die Hefe mit dem Zucker, 2-3 EL Mehl und ca. 125 ml lauwarmem Wasser verrühren. Etwa 15 Minuten quellen lassen. Übriges Mehl mit Grieß und Salz mischen. Das Hefewasser zugießen und alles zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten. Falls nötig noch Mehl oder Wasser ergänzen. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen.

Zutaten für den Belag:
500 g Erdbeeren / 2-3 EL Puderzucker / 1 TL Zitronensaft / 150 g Himbeeren / 200 g Mascarpone / 1 Eigelb / 2-3 EL Sahne / 2 TL Zucker / 24 Marshmallows, ca. 150 g / Minze, zum Garnieren / Puderzucker

Himbeeren, Erdbeeren, Pizza
Prima Idee: eine süße Pizza ©BVEO

So geht’s: Für den Pizzabelag die Erdbeeren waschen und putzen. 350 g in Scheiben schneiden (oder kleine Beeren ganz belassen). Übrige Beeren mit dem Puderzucker und Zitronensaft fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Die Himbeeren verlesen und nur wenn nötig abbrausen und trocken tupfen. Den Mascarpone mit dem Eigelb, Sahne und Zucker glatt rühren.

Den Backofen mit zwei eingeschobenen Backblechen auf 220°C Umluft vorheizen. Den Teig vierteln und jeweils zu runden Fladen à ca. 20 cm Durchmesser formen, dabei den Rand etwas dicker belassen. Mit dem Öl bestreichen und je zwei Pizzen auf einen Bogen Backpapier geben. Im Ofen ca. 10 Minuten vorbacken. Die Pizzen herausnehmen und die Mascarponecreme, Erdbeerscheiben, Himbeeren und Marshmallows darauf verteilen. Etwa 10 Minuten fertig backen. Die fertigen Pizzen aus dem Ofen nehmen.

Zutaten für das Eis: 150 g Erbeeren / 40 g Puderzucker / 1 TL Vanillezucker / 60 g Joghurt / 125 ml Sahne

So geht’s: Für das Eis die Erdbeeren waschen, putzen und mit Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft pürieren. Den Joghurt unterrühren. Die Sahne steif schlagen. Die Erdbeercreme mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Anschließend in der Eismaschine ca. 30 Minuten cremig gefrieren lassen oder im Tiefkühler mindestens 4 Stunden frieren lassen, dabei anfangs alle ca. 30 Minuten kräftig durchrühren, damit sich keine zu großen Kristalle bilden.

Abschließend jeweils 1 Kugel Erdbeereis auf die Pizzen setzen, mit der Erdbeersauce beträufeln und mit Minze garnieren. Mit Puderzucker bestäuben und servieren.