Wie viele Stunden Schlaf brauchen wir wirklich?

Wie viele Stunden Schlaf brauchen wir wirklich?

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Schlaf
©iStock/BraunS

Viel Schlaf ist wichtig für die Gesundheit, das wissen wir. Aber wie lang sollten wir wirklich schlafen? Und verändert sich die Schlafdauer mit dem Alter? Eine Studie hat die Antworten.

Ein erholsamer Schlaf hält uns gesund und leistungsfähig. Denn in der Nachtruhe laufen wichtige Prozesse im Körper ab. Unser Gehirn schüttet dann ein Wachstumshormon aus, das die Zellbildung anregt. Wunden können so heilen, Knochen wachsen und Haut und Organe erneuern sich.

Aber reichen dafür nun sechs Stunden Schlaf aus? Oder sollen es doch besser acht Stunden sein? Die US-amerikanische „National Health Foundation“ ist dem auf den Grund gegangen. Ein Komitee aus 18 Wissenschaftlern aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen hat Literatur zu dem Thema ausgewertet, diskutiert und eine Schlaf-Empfehlung für alle Altersklassen ausgesprochen. Interessant dabei ist, dass nicht nur zu wenig Schlaf schlecht für unsere Gesundheit sein soll, sondern auch zu viel Zeit im Land der Träume. Denn das kann Übergewicht begünstigen, das Diabetes-Risiko und sogar die Depressions-Anfälligkeit erhöhen.

Empfohlene Schlafdauer nach Altersklassen

Babys (0 bis 3 Monate)

Sie brauchen besonders viel Schlaf. Optimal sind 14 bis 17 Stunden.

Säuglinge (4 bis 11 Monate)

Jetzt reichen schon zwölf bis 15 Stunden. Zehn bis elf, bzw. 16 bis 18 Stunden gelten aber auch als akzeptabel.

Kleinkinder (1 bis 2 Jahre)

Das Schlafbedürfnis verringert sich mit zunehmender Aktivität weiter auf ca. elf bis 14 Stunden.

Vorschulalter (3 bis 5 Jahre)

Jetzt gehen die meisten Kinder in den Kindergarten oder in die Vorschule. Die Experten halten zehn bis 13 Stunden für ausreichend.

Schulanfänger (6 bis 13 Jahre)

Grundschüler schlafen idealerweise zwischen neun und elf Stunden.

Teenies (14 bis 17 Jahre)a

Nun sollten es pro Nacht acht bis zehn Stunden Schlaf sein.

Junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre)

Sie benötigen zwischen sieben und neun Stunden, um fit für den Tag zu sein.

Erwachsene (26 bis 64 Jahre)

Es bleibt bei sieben bis neun Stunden, es sollten auch bei erhöhtem Schlafbedürfnis nicht mehr als zehn Stunden sein.

Senioren (65+)

Älteren Menschen genügen laut den Experten sieben oder acht Stunden Schlaf. Manche fühlen sich auch mit fünf bis sechs Stunden.

Das persönliche Schlafpensum

Ihr könnt zudem ganz einfach herausfinden, wie viel Schlaf ihr wirklich braucht. Beobachtet euren Körper genau: Wie fühlt ihr euch nach sechs, sieben oder acht Stunden Schlaf? Habt ihr vielleicht Schlafprobleme? Schlaft ihr nachts durch? Braucht ihr viel Kaffee, um durch den Tag zu kommen? Fühlt ihr euch tagsüber oft müde?

Einfach besser schlafen

Mit ein paar Tipps gelingt es, für wirklich guten und erholsamen Schlaf zu sorgen. Führt ein festes Schlafritual ein. Das kann ein Entspannungs-Bad, das Lieblingsbuch oder eine spezielle Atemtechnik sein. Behaltet euren Schlafrhythmus möglichst auch am Wochenende bei. Verbannt Handy und Tablet aus dem Schlafzimmer und sorgt dafür, dass es dunkel genug ist und dass die Raumtemperatur stimmt. Experten empfehlen hier 15 bis 18 Grad Celsius. Wir wünschen eine gute Nacht!