Das hilft gegen den Weihnachtsblues

Das hilft gegen den Weihnachtsblues

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Das hilft gegen Weihnachtsblues
©iStock/Martin Dimitrov

Weihnachten ist für viele das schönste Fest im Jahr. Doch das kann sich schlagartig ändern. Durch neue Lebensumstände steckt man plötzlich im Weihnachtsblues, statt ausgelassen zu feiern.

„Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel sind die Menschen besonders nachdenklich“, sagt Diplom-Psychologe Dr. Thomas Bolm. Überforderung oder hochkommende Gefühle und Erinnerungen an vergangene Zeiten können Gründe dafür sein. Aber auch die Stille an den Feiertagen begünstigt eine traurige Stimmung. Dabei ist man mit dem Allein-Sein nicht allein: Rund 40 Prozent der Deutschen leben in einem Single-Haushalt.

Doch an Weihnachten sieht man plötzlich nur noch verliebte und sich küssende Paare und Familien, die ausgelassen im Schnee spielen. Selbst im Fernsehen laufen die Schnulzen hoch und runter. Dabei trügen diese Bilder oft! Durch den hohen Druck und den Stress in der Vorweihnachtszeit enden viele Feiertage in Chaos, Streit und Trennungen.

Natürlich kann und soll man Fröhlichkeit nicht erzwingen. Wer an Weihnachten nicht in Feierlaune ist, darf das Fest auch mal mit Trübsinn und viel Schokolade verbringen. Für diejenigen, die das aber nicht möchten, gibt es auch Alternativen:

Regel Nr. 1: Ein guter Plan muss her

Langeweile und zu viel Zeit zum Nachdenken können die Stimmung an Weihnachten zusätzlich trüben. Deshalb solltet ihr euch am besten schon im Voraus überlegen, wie ihr die Feiertage verbringen wollt. Und das muss ganz und gar nicht konventionell sein! Ein mexikanischer Tacco-Abend in gemütlicher Runde oder Cocktails mit der besten Freundin – fragt einfach in eurem Freundes- und Bekanntenkreis nach, irgendjemand ist sicher froh, wenn er nicht alleine feiern muss.

Auch eine gute Idee: In die Ferne reisen

Wer auf Kind und Kegel keine Rücksicht nehmen muss, kann auch einfach mal verschwinden. Es müssen ja nicht gleich die Malediven sein (können es aber gerne). Ein aufregender Städte-Trip oder ein paar Tage an der rauen Nordsee können auch schon Wunder wirken. Kostentechnisch kann es über Weihnachten ganz schön happig werden – doch wenn ihr sowieso vorhabt, alleine zu reisen, spricht doch auch nichts gegen einen überraschenden Last-Minute-Urlaub.

Denkt immer daran: Gelassenheit ist der Schlüssel

Diese mitleidigen Blicke und Sätze à la „Hast du immer noch niemanden kennengelernt?“  können einem echt den letzten Nerv rauben. Wichtig ist deshalb immer: Lasst euch bloß nicht unter Druck setzen. Ein Partner ist nicht der Beweis für ein gelungenes Leben. Ganz im Gegenteil. Wenn ihr mit eurer privaten und beruflichen Situation zufrieden seid, dann dürft ihr solche Sprüche mit einem anständigen Lächeln und einem heimlichen Augenrollen abtun.

Besonderes Glück: Sich selbst beschenken

Bis man für jeden das richtige Geschenk gefunden hat, ist die Weihnachtsvorfreude ganz schön im Keller. Individuell soll es sein, persönlich, nicht zu billig, aber auch nicht zu teuer. Gar nichts schenken ist irgendwie auch keine Option, schließlich hat es ja doch auch eine schöne Seite. Hier ist der Allein-Faktor wieder sehr von Vorteil, denn: ihr könnt euch selbst beschenken. Aber so richtig, mit Einkaufsbummel und dann hübsch verpacken. An Heiligabend könnt ihr euch dann selbst die größte Freude machen. Und das Beste: das Geschenk wird garantiert gut angekommen und genau das richtige sein!

Auch schön: Anderen eine Freude machen

Das Gefühl, das zurückkommt, wenn man jemandem wirklich eine große Freude gemacht hat, hat man bei sich selbst natürlich eher weniger. Da muss schon eine zweite Person im Spiel sein. Wenn Familie oder Partner nicht in Frage kommen, gibt es eine andere Möglichkeit. Gerade für Heiligabend sind Kinderheime und Seniorenstifte immer besonders auf der Suche nach freiwilligen Helfern – und niemand ist dankbarer, als Menschen, die sonst niemanden haben. Wer lieber mit vierbeinigen Kollegen unterwegs ist, kann seine Hilfe auch beim Tierheim anbieten. So sind die schrecklich stillen Tage ganz schnell gefüllt – und die von anderen gleich noch mit.

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