Krankheiten erkennen: Wenn der Körper mit uns spricht

Krankheiten erkennen: Wenn der Körper mit uns spricht

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Körper
©iStock/AJ_Watt

Ob starker Durst oder Herzstolpern: Wer Warnzeichen richtig deutet, kann seinen Körper vor ernsthaften Krankheiten schützen.

Unser Körper ist wie eine Alarmanlage. Manchmal verändert er sich oder macht seltsame Dinge, um uns zu sagen, dass etwas nicht stimmt. Ein Blick in den Spiegel kann verraten, ob alles im Lot ist. Wir sagen dir, wann du ruhig bleiben kannst und wann Vorsicht geboten ist.

Dunkle Augenringe

Die dunklen Schattierungen sind meist das Ergebnis von zu wenig Schlaf und eines un­gesunden Lebenswandels. Zu viel Alkohol oder Zigaretten fördern die dunklen Schatten. Daneben kann man Augenringe von den Eltern geerbt haben. Sie können aber auch ein Zeichen verschiedener Erkrankungen sein. Aus diesem Grund solltest du Augen­ringe, die du dir nicht erklären kannst unbedingt medizi­nisch abklären lassen. Hinter einer dunklen Verfärbung oder auch dicken Tränensäcken können z. B. Probleme mit den Nieren oder der Leber stecken. Auch Stoffwechselerkrankungen oder Allergien machen sich manchmal durch Augenschatten bemerkbar.

Verfärbter Urin

Ist der Urin erbsengrün, rosa oder orange, hat man wahrscheinlich nur etwas gegessen, das diesen Farbstoff enthält. Wenn es für eine rötliche Farbe jedoch keine offensichtliche Erklärung gibt, sollte der Hausarzt den Urin testen. Es könnte Blut darin sein. Das kann z. B. ein Hinweis auf eine Blasenentzündung, Harnsteine oder auch Tumore sein.

Heißes Bein

Schwillt ein Bein an, schmerzt und ist heiß – sofort den Arzt anrufen. Mögliche Ursache ist hier ein Blutgerinnsel, das eine Vene verstopft. Es muss schnell medizinisch behandelt werden, damit sich das Blutgerinnsel nicht löst, in Herz- oder Lungenarterie gelangt und sie verschließt. In diesem Fall besteht akute Lebensgefahr.

Starker Durst

Wer viel Sport treibt oder bei hohen Temperaturen schwitzt, hat selbstverständlich starken Durst. Wenn der Drang, viel zu trinken, jedoch zum Dauerzustand wird, solltest du deinen Körper auf jeden Fall untersuchen lassen. ­Unter Umständen funktionieren deine Nieren nicht richtig oder es liegt eine Störung im Hormon­haushalt vor. Oft ist starker Durst auch ein Anzeichen für Diabetes.

Herzstolpern

Jedes Herz tanzt mal aus der Reihe, beruhigen Experten. Meist fällt das im hektischen Alltag aber gar nicht auf. Erst in einer ruhigen Minute wird wahrgenommen, dass das Herz kurz aussetzt oder einen Extra-Schlag macht. Schlafmangel fördert die kleinen „Aussetzer“. Treten die Rhythmusstörungen wiederholt oder oft nacheinander auf, dann sollte der Arzt mittels einer EKG-­Untersuchung ein Herzleiden ausschließen. Aber auch eine Infektion oder eine Schilddrüsenüberfunktion können Ursache der Unregelmäßigkeit sein.

Ständiger Schluckauf

Die nervenden Hickser sind keine Krankheit, sondern lediglich ein Reflex. Dieser wird meist durch zu schnelles Essen ausgelöst oder auch einfach ­dadurch, dass man sich erschreckt. Vorsicht jedoch, wenn der Schluckauf ­über 48 Stunden anhält oder innerhalb kürzester Zeiträume vermehrt auftritt, sollte man hellhörig werden und zum Arzt gehen. Chronisches Hicksen, oft gepaart mit Mundgeruch, kann nämlich auch durch eine Hals- oder Magenschleimhautentzündung ausgelöst werden. Und in seltenen Fällen können auch Schlaganfälle oder bösartige Tumore einen Hicks-Reflex verursachen, wenn sie auf die ­Nerven am Zwerchfell einwirken.

Schwarze Pünktchen

Schweben schwarze Pünktchen durchs Blickfeld, sind das meist harmlose Trübungen des Auges. Ärzte nennen dieses Phänomen „Mouches volantes“ (dt.: „fliegende Mücken“). Nur wenn die Punkte plötzlich vermehrt auftreten oder gar im Schwarm („Rußregen“), sollte der Augenarzt schnell aufgesucht werden. Dann könnte ein Riss in der Netzhaut vorliegen.

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