Vom Suchen und Finden

Vom Suchen und Finden

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Suchen, Finden, Fernrohr
Wer suchet, der findet ©iStock/Andrew Rich

Suchen und (hoffentlich) finden – wir verbringen 48 Minuten pro Tag damit, nach Dingen zu suchen! Wir zeigen, wie ihr wieder mehr Zeit mit Freunden anstatt mit Suchen zubringt!

Sucht ihr noch oder lebt ihr schon? Der abgewandelte Werbeslogan macht eines klar: Wir verbringen viel zu viel Zeit im Leben damit, nach Dingen zu suchen. Wir suchen die verlegte Brille, den Regenschirm, das Passwort für den Online-Shop. Wir suchen nach dem Sinn des Lebens, neuen Freunden oder einfach einem guten Restaurant. 76 Tage ihres Lebens kramen Frauen in ihren Handtaschen – was sie suchen und vor allem dabei finden, ist ein großes Geheimnis. Denn in Handtaschen findet sich ein Sammelsurium an alltäglichen Dingen – Make-up, Brillenetui, Haarbürste, alte Rechnungen, die neu gekauften Ohrringe… Eine LISA-Kollegin – sie möchte lieber nicht genannt werden – hat einmal erzählt, dass sie eine Tüte Milch eine Woche lang in ihrer Handtasche hin und her getragen hat!

Verlorenes Finden

Suchen kostet Zeit. Wenn es nun aber schon einmal zu spät ist, dann solltet ihr diese drei Dinge beachten, die helfen werden, das Verlorene wiederzufinden. Los geht’s!

Reflektiere den Verlust! Schließe die Augen und versuche, dich an das letzte Mal zu erinnern, als du den Gegenstand benutzt bzw. in der Hand hattest. Gehe dabei logisch vor: Wann hast du die Brille das letzte Mal benutzt? Wo warst du, als du das letzte Telefonat mit deinem Handy geführt hast? Frag Familie oder Freunde! Vielleicht kann sich die Person, mit der du früher am Tag zusammen warst, erinnern, ob sie den Schal oder die Kette bei dir gesehen hat.

Notiere die Orte, die du aufgesucht hast! Wenn du nun ungefähr weißt, wann du den Gegenstand zuletzt in der Hand hattest, mache im nächsten Schritt eine Liste von den Orten, an denen du seitdem warst. Schreib alles auf!

Bereite dich mental vor! Bevor du nun deine Liste abarbeitest, solltest du dich in eine Verfassung versetzten, die beim Suchen hilft. Warst du am Morgen aufgeregt – versuche, dich an deine Gefühle zu diesem Zeitpunkt zu erinnern. Ein anderer Weg, der dich ans Ziel bringt, ist es, dich bewusst zu entspannen. Geh’ positiv an die Suche, das erhöht die Chance, den verlorenen Gegenstand zu finden.

Ordnung halten

Suchen Finden Chaos
Beherrscht das Genie das Chaos oder sucht es nur länger? ©iStock/BlueJames

Um aus der Verlust-Falle herauszukommen, könnt ihr ein paar einfache Regeln für mehr Ordnung einhalten. Probiert es einfach aus!

Aussortieren – Auch wenn es manchmal schmerzt, reduziert euren Besitz! Vor allem im Kleiderschrank im Schlafzimmer solltet ihr nach jeder Saison klar Schiff machen. Was passt nicht mehr, was ist kaputt, was ist aus der Mode. Wer einen besseren Überblick über seine Kleidung hat, findet auch schneller die richtige Klamotte zur richtigen Zeit. Das gilt auch für die Küche. Überlegt euch, ob ihr wirklich alle Geräte benutzt, die ihr herumstehen habt.

Stauraum schaffen – Betten mit Kasten zum Verstauen von Bettwäsche und Co. Ein Schuhregal mit Ablagefläche und zusätzlichem Schubkasten. Wer Stauraum schafft und ihn sinnvoll nutzt, der findet ganz sicher alles wieder. Hilfreich ist, sich anzugewöhnen, alles immer an den vorgesehenen Ort zurückzulegen! Bringt ein paar Mal alle benutzten Gegenstände bewusst an ihren Ort zurück – dann klappt das bald von ganz alleine!

Ablage machen – Auch wenn es spießig klingt, ihr solltet immer abends (oder wenn ihr ihn benutzt habt) den Schreibtisch aufräumen. Nur so könnt ihr beim nächsten Mal entspannt in die Arbeit starten. Dokumente solltet ihr immer sofort abheften – hilfreich dabei sind schöne Ordner oder Ordnerrücken zum Aufkleben. Je wohler ihr euch fühlt, desto leichter fallen die „öden“ Arbeiten. Und auch auf dem Schreibtisch gilt: aussortieren. Zehn Stifte (in unterschiedlichen Farben & funktionstüchtig) reichen, der Rest fliegt weg. Ähnliches gilt für Notizblöcke, Radiergummi und Co – was nicht benutzt wird, hat auf dem Schreibtisch nichts zu suchen.

Wo fange ich bloß an?

Der Schreibtisch quillt über, im Wohnzimmerschrank gibt’s keinen Zentimeter Platz mehr und im Bad herrscht Chaos. In so einem Umfeld werdet ihr suchen, suchen und noch einmal suchen… Doch wo anfangen, dass man nicht gleich vor lauter Frust die Lust verliert?

Goldene Regel – Das wichtigste ist es, mit kleinen Schritten anzufangen! Nehmt euch nicht die schlimmste „Baustelle“ vor. Beginnt mit dem Aufräumen immer dort, wo ihr in kürzester Zeit, den meisten Erfolg seht. Das motiviert!

Nimm was in die Hand! – Verlasst nie einen Raum mit leeren Händen. Es gibt immer etwas, was rumliegt und seinen Platz an einer ganz anderen Stelle im Haus hat. Nehmt es mit!

Zeitplan – Ein anderer Tipp von Ordnungs-Experten ist es, sich feste Aufräumzeiten zu schaffen. Integriert sie in euren Alltag, so habt ihr immer ein Date mit der Ordnung – das ist besser, als das Aufräumen vor sich herzuschieben.

Fazit

Wer viele Dinge suchen muss, verschwendet wertvolle Lebenszeit! Wie es wohl wäre, morgens nicht nach dem Lieblingsshirt zu suchen, weil es an seinem Platz im aufgeräumten Kleiderschrank liegt? Oder wie es sich wohl anfühlt, ohne Papierberge auf dem Schreibtisch durch den Arbeitstag zu gehen? Findet es mit unseren Tipps heraus – und berichtet mir darüber! Vielleicht habt ihr ja eigene Strategien, um weniger suchen zu müssen? Schreibt mir!

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