Vitamine und Co: Daran erkennt ihr, ob ihr einen Mangel habt

Vitamine und Co: Daran erkennt ihr, ob ihr einen Mangel habt

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Vitamin Naehrstoff Mangel erkennen, Shutterstock/Image Point Fr
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Fehlt uns etwas, schlägt unser Körper Alarm. An diesen Anzeichen erkennt Ihr, ob Euch Vitamine oder Mineralstoffe fehlen.

Immer, wenn mit unserem Körper etwas nicht stimmt, macht er sich bemerkbar. Haben wir einen Infekt, Husten wir, haben Fieber und mehr. Ähnlich ist es bei einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel. Einerseits wirken sich diese Mängel innerlich aus, wie etwa bleierne Müdigkeit bei Eisen- oder Vitamin B12-Mangel. Viele sieht man uns aber auch äußerlich an:

Vitamin C

Ihr habt plötzlich wegen jeder Kleinigkeit einen blauen Fleck und es dauert viel länger als sonst, bis ein Kratzer wieder verheilt ist? Außerdem ist euer Zahnfleisch empfindlich, blutet manchmal sogar, und eure Zähne fühlen sich etwas locker an? Dann könnte ein Vitamin C-Mangel dahinter stecken. Doch gerade jetzt, da überall Erkältungen und Infekte lauern, brauchen wir unbedingt Vitamin C. Achtung: Das Vitamin ist wasserlöslich. Das heißt es wird durch Schweiß und Urin wieder ausgeschieden. Deshalb müssen wir besonders regelmäßig Lebensmittel mit dem Vitamin zu uns nehmen. Hagebutte ist eine richtige Vitamin C-Bombe. Auch in Paprika, Brokkoli, Meerrettich, Kohlgemüse, Kiwi und Spinat steckt es reichlich. Das Gemüse wenn möglich nicht in Wasser zubereiten, da sonst viel Vitamingehalt verloren geht.

Vitamin A

Klar, dank Heizungsluft und Kälte neigen wir mehr zu trockener Haut als sonst. Doch wenn es trotz Cremen immer weiter anhält und dann auch noch euer Haar über längere Zeit viel strohiger ist als früher, dann fehlt es euch wahrscheinlich an Vitamin A. Brennende, trockene Augen, die vielleicht schon rot sind vom Reiben, sind ein weiteres Warnzeichen. Eine besonders große Menge steckt in Schweineleber. Damit könnt ihr euren Speicher etwas auffüllen – der Körper kann das Vitamin nämlich speichern. Auch Karotten, Grünkohl, Spinat, Feldsalat, Thunfisch sowie Butter und Margarine enthalten viel Vitamin A.

Vitamin B2

Bei Ekzemen oder Dermatitis, also Hautentzündungen, und wunden Stellen auf den und um die Lippen solltet Ihr überprüfen, ob Ihr genug Vitamin B2 esst. Besonders im Herbst und Winter ist es wichtig, weil es unsere Haut vor Kälte und Heizungsluft schützt. Vitamin B2 steckt vor allem in Käse, Fisch und ganz besonders in Hühnerleber. Vegetarier und Veganer können auf Sojabohnen oder Speisekleie zurückgreifen, um Ihren Bedarf an dem Vitamin zu decken.

Vitamin B12

Wenn ihr über einen längeren Zeitraum richtig blass seid – und dazu sehr müde – könntet Ihr einen Mangel an Vitamin B12 haben. Es steckt nur in tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern. Deshalb haben besonders Veganer häufig ein Defizit an dem Vitamin, das super wichtig fürs Herz, für den Kreislauf und die Schleimhäute ist.

Eisen

Auch Eisenmangel macht sich durch einen fahlen Teint sowie blasse Lippen bemerkbar. Extreme Müdigkeit ist hier ebenfalls typisch. Der Vorteil gegenüber Vitamin B12: Eisen steckt zwar auch vor allem in Fleisch, aber mit Linsen, Weizenkleie, Vollkornbrot, Sojabohnen, Kichererbsen und Reis können wir unseren Bedarf ebenfalls einigermaßen decken.

Biotin

Bei trockenen und brüchigen Nägeln und Haaren kommt ein Bioton-Mangel infrage. Wie Vitamin C ist es wasserlöslich und geht entweder schon über’s Kochwasser in größeren Mengen verloren oder verschwindet dann nach weniger Zeit über Urin und Schweiß wieder aus unserem Körper. Biotin ist allerdings sehr wichtig für unseren Stoffwechsel. Deshalb sollten täglich einige der folgenden Lebensmittel auf unserem Teller landen: Haferflocken, Nüsse, Eier, Reis, Milchprodukte und Spinat.

Jod

Eure Augen sind in letzter Zeit ständig aufgequollen? Dann habt ihr möglicherweise einen Jod-Mangel. Ein besonderes Warnzeichen ist eine große Schwellung am Hals. Dort sitzt die Schilddrüse, die Jod zur Produktion von Hormonen unbedingt braucht. Eine solche Schwellung solltet ihr auf jeden Fall einem Arzt zeigen. In Fisch, Meeresfrüchten, Mozzarella, Feldsalat, Champignons, Cranberries und Meersalz steckt viel Jod. Mit Jod-Salz besser sparsam umgehen. Eine Überdosis an dem Spurenelement schadet der Schilddrüse ebenso wie ein Mangel.

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