Sprecht ihr schon „glücklich“?

Sprecht ihr schon „glücklich“?

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Gluecklich sein
Manchmal sind wir nur einen Satz vom Glück entfernt … ©iStock/Todor Tsvetkov

Dass ein freundliches Bitte vieles vereinfacht, wissen wir. Doch es gibt noch mehr Worte und Formulierungen, die uns und andere glücklich machen.

Die richtigen Worte öffnen Herzen und Türen – und führen uns glücklich durch den Tag. Wie ihr eure Sprache auf mehr Glück polen könnt, erfahrt ihr in unserem kleinen Sprachkurs:

Friedlich sprechen

Obwohl wir uns alle nach Harmonie sehnen, verwenden wir erstaunlich oft ganz kämpferische Ausdrücke. Wir nehmen etwas in „Angriff“, „schlagen“ jemanden mit seinen eigenen „Waffen“ und „würgen“ Gespräche ab. Dinge sind „quälend“. Mit all diesen Ausdrücken aktivieren wir entweder unser Schmerzzentrum im Hirn oder stellen den ganzen Organismus auf Aggression ein. Friedliche Formulierungen sind deutlich besser, um uns und andere glücklich zu machen.

Nicht verallgemeinern

Immer, nie, dauernd… Natürlich wirkt es viel dramatischer und wichtiger, wenn man seine Aussagen mit solchen Verallgemeinerungen spickt. Doch selbst wenn derjenige, der diese Worte benutzt, weiß, dass etwas nicht „immer“ genau gleich ist, glaubt sein Unterbewusstsein daran. Und sieht alles nur noch einseitig. Zudem rufen Verallgemeinerungen bei unserem Gegenüber sofort Widerspruch hervor. Klar, sie betonen ja (meist) nur das Negative.

Hektik vermeiden

„Das mach ich schnell“ oder „Nur ganz kurz…“ – das sagen wir oft. Und fühlen uns dann wie getrieben. Sicher, es gibt Dinge, die schnell erledigt werden müssen. Aber ganz oft können wir uns ruhig ein klein wenig Zeit nehmen. Und das auch so sagen: „Dafür nehme ich mir gern Zeit.“

Ganze Sätze verwenden

Wenn man abgehackt spricht, verwirrt das den eigenen Geist – und das Gegenüber. Beide Seiten haben das Gefühl, dass da etwas fehlt. Dass man mit nichts zu Ende kommt. Wichtig ist auch, das „Ich“ im Satz zu behalten. Wenn man „habe viel gearbeitet“ sagt, statt „ich habe viel gearbeitet“, bleibt das „Ich“ auf der Strecke. Es ist dann weder für andere wahrnehmbar, noch für einen selbst. Schade!

Menschen beim Namen nennen

Es heißt, für jeden Menschen sei sein Name das schönste Wort. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber man kann sicher sein: Ob Verkäuferin, Arzthelferin oder Bedienung im Café – all die Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben, macht es glücklich, wenn man sie mit ihrem Namen anspricht. Es zeigt ihnen: Ich bin nicht nur eine Nummer, die irgendwelche Wünsche erfüllen soll. Sie fühlen sich respektiert und respektieren deshalb auch andere mehr.

Aber nicht nur mit der richtigen Sprache könnt ihr glücklich werden – manchmal muss auch ein Neuanfang her…