Habt ihr eure Schlafzimmertür nachts offen?

Habt ihr eure Schlafzimmertür nachts offen?

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Schlafzimmertür
©iStock/Jummie

Bei geöffneter Schlafzimmertür schlafen viele von uns – weil wir so hören, was in der Wohnung vor sich geht. Aber das kann richtig gefährlich werden…

Damit man hört, was die Kinder treiben oder ob sich Einbrecher ins Haus schleichen – es gibt viele gute Gründe, nachts die Schlafzimmertür geöffnet zu haben. Deswegen sollen rund 60 Prozent der Menschen bei geöffneter Tür schlafen. Aber es gibt auch einen sehr guten Grund, der dagegen spricht.

Feuer breitet sich schneller aus

Ein amerikanisches Institut für Sicherheitsforschung hat jetzt untersucht, wie sich Feuer in Wohnungen ausbreitet. Und herausgefunden, dass geöffnete Türen und Fenster dies beschleunigen: So wurde berechnet, dass offene Türen zum einen für eine stärkere Rauchentwicklung sorgen. Außerdem wird beim Brandfall in einem anderen Raum auch die Temperatur im Schlafzimmer schnell lebensbedrohlich hoch, nämlich bis zu 500 Grad. Bleibt die Tür zu, werden es nur 37 Grad – und man hat genug Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Deswegen warnt die Kampagne „Close Before You Doze“ dafür, immer die Schlafzimmertür zu schließen, bevor man ins Bett geht. Denn laut Statistiken brechen die meisten Wohnungsbrände zwischen 22 und 6 Uhr aus.

Was tun im Brandfall?

Wenn es in der Wohnung brennt, versucht, die Wohnung deswegen, so schnell es geht zu verlassen und dabei wenn möglich, alle Türen zu schließen, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitet. Bleibt nicht mehr die Möglichkeit zur Flucht, können die Ritzen von Türen mit feuchten Handtüchern geschlossen werden, so dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. Ein feuchtes Tuch vor dem Mund hilft ebenfalls, den gefährlichen Rauch nicht einzuatmen.

Setzt auf Rauchmelder

Damit es gar nicht so weit kommt und ihr Feuer rechtzeitig bemerkt, solltet ihr auf Rauchmelder setzen. Im Schlafzimmer und an allen Fluchtwegen wie Fluren aus der Wohnung. Ist euer Vermieter da nachlässig, hakt noch einmal freundlich nach und bietet zur Not an, sie gegen eine Kostenerstattung selbst einzubauen.