In diesem Rhythmus tickt eure innere Uhr

In diesem Rhythmus tickt eure innere Uhr

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innere Uhr
©iStock/SrdjanPav

Für die Erforschung der inneren Uhr gibt es jetzt den Nobelpreis. Wir verraten euch, wie eure innere Uhr tickt und wie ihr den Tag optimal nutzt.

Unser ureigener Bio-Rhythmus, unsere innere Uhr gibt uns den Takt vor, um voller Energie durch den Tag zu kommen und uns auf Dauer gesund zuhalten. Drei US-Forscher erhalten den diesjährigen Medizin-Nobelpreis für die Identifizierung des Gens, das unsere innere Uhr kontrolliert. Und so ticken wir:

7 Uhr Aufstehen

Unser Körper schaltet auf Tagesbetrieb, Stoffwechsel und Kreislauf kommen allmählich in Schwung. Wichtig: Bleibt nicht liegen, sondern steht besser direkt auf, sonst verzögert sich das Anlaufen der Körpermotorik. Lasst es dennoch ruhig angehen, investiert eure Zeit in ein nahrhaftes Frühstück statt in schweißtreibenden Frühsport. Kohlenhydrate werden jetzt in wertvolle Energie für den Tag umgewandelt.

8 – 9 Uhr Widerstandskraft

Unser Kurzzeitgedächtnis läuft nun auf Hochtouren. Erledigt deswegen jetzt wichtige Aufgaben, die ungeteilte Aufmerksamkeit benötigen. Auch unser Körper hat seine robuste Stunde. Geht jetzt zum Arzt und lasst euch impfen, dann sind weniger Gegenreaktionen zu erwarten. Frühaufsteher sollten nun ihr Sportprogramm absolvieren.

10 –11 Uhr Top-Time

Unsere konzentrierte Phase erreicht ihren Höhepunkt und das stärkt auch unser Selbstbewusstsein – der ideale Zeitpunkt für wichtige Verhandlungen oder das anstehende Gehaltsgespräch. Achtet trotzdem darauf, ab und zu kleine Auszeiten einzulegen. Trinkt eine Tasse Tee oder lauscht ein paar Minuten klassischer Musik – das wirkt Wunder. Da auch unsere Haut am Vormittag am belastbarsten ist, lohnt sich jetzt der Besuch bei der Kosmetikerin.

12 Uhr Mittagspause

Körper und Geist brauchen eine Pause. Zeit für das Mittagessen. Legt im Anschluss einen Spaziergang an der frischen Luft ein – oder gönnt euch ein kurzes Nickerchen. Vorsicht: Wer länger als 30 Minuten schläft, kommt schlecht wieder in Fahrt.

13 –14 Uhr Neue Power

Nach dem Lunch gehen uns Routinearbeiten wie das Ordnen von Unterlagen leicht von der Hand. Das Schmerzempfinden ist nun am niedrigsten. Örtliche Betäubungen halten länger– bis zu 30 Minuten. In den Morgenstunden sind es dagegen nur 12 Minuten.

15 –16 Uhr Lernzeit

Wir erreichen das zweite Leistungshoch des Tages. Unser Langzeitgedächtnis läuft nun wie geschmiert, neue Informationen können wir gut speichern. Leise Musik aktiviert zusätzlich unsere Sinne und verbessert darüber hinaus sogar unsere Gedächtnisleistung.

17 Uhr Kraftpaket

Ab 17 Uhr arbeiten unsere Lungen am effektivsten. Der Spätnachmittag eignet sich besonders für Morgenmuffel perfekt für Kraft- oder Ausdauersport. Unsere geistige Power lässt ab 17 Uhr dagegen allmählich nach.

18 –19 Uhr Entspannung

Unsere Leistungskurve sinkt stetig ab. Nach getaner Arbeit ist jetzt Zeit für ein leichtes Abendessen – idealerweise mit viel frischem Gemüse. Perfekt in der dunklen Jahreszeit: kalorienarme, wärmende Eintöpfe und Gemüsesuppen. Achtung: Nimmt man das Abendessen vor 18.30 Uhr zu sich, dann schläft man besser.

20 – 22 Uhr Gesundheit

Medikamente wie Antibiotika oder Asthma-Mittel entfalten gegen 20 Uhr selbst bei geringster Dosierung ihre maximale Wirkung. Schmerzmittel sollten dagegen morgens eingenommen werden, um über den Tag wirken zu können. Spätestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen solltet ihr übrigens keinen Sport mehr machen. Zu viel Adrenalin im Blut kann das Einschlafen stören. Wer seinem Hautbild noch etwas Gutes tun möchte, trägt vor der Nachtruhe eine pflegende „Overnight-Maske“ (aus der Drogerie) auf. Denn während wir schlummern, arbeiten unsere Zellen auf Hochtouren, um sich zu regenerieren.