Optimismus – die Fähigkeit, das Schöne zu sehen

Optimismus – die Fähigkeit, das Schöne zu sehen

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Gänseblümchen, Optimismus
Optimismus - die Fähigkeit, das Schöne zu sehen ©iStock/ThomasVogel

Optimismus ist nicht der blinde Glaube daran, dass alles gut wird. Optimismus bedeutet vielmehr, das Gute und Schöne zu sehen und der Welt positiv zu begegnen. Das kann man üben!

Hört man „Optimismus“ oder „Positives Denken“, hat man schnell so Stimmungskanonen vor Augen, die sich alles schönreden. Und spürt gleichzeitig den Druck, immer gut drauf sein zu müssen – auch wenn einem gerade zum Heulen ist. Die gute Nachricht: Stimmt nicht! Optimist zu sein heißt nicht, die Augen zu verschließen. Und es heißt auch nicht, traurige Gefühle zu unterdrücken. Es ist etwas viel Schöneres!

Eine Frage der Perspektive

Der Pessimist sagt: „Da sind Wolken vor der Sonne.“ Der Optimist sagt: „Die Sonne strahlt hinter den Wolken.“ Beide beschreiben das gleiche: Mistwetter. Aber es gibt einen großen Unterschied: Der, der daran denkt, dass die Sonne da ist, kann sich auch dann, wenn es in seinem Herzen gerade mal düster ausschaut, eher daran erinnern, dass es Glück und Frieden in ihm gibt. Das Wissen um dieses Licht im Inneren gibt Kraft für dunkle Tage.

Angeborener Optimismus?

Es gibt viele Studien zu dem Thema. Einige sind ganz schön pessimistisch. Sie sagen: Man wird als Schwarzmaler geboren und kann nichts daran ändern. Andere sagen: Jedem steht es frei, ein Super-Optimist zu werden. Die Wahrheit liegt wohl eher in den Studien, die sagen: Ein Teil ist angeboren, der andere erlernbar. Das heißt: Wer viele pessimistische Gene mitbekommen hat, wird wohl nie ein Meister des positiven Denkens werden, aber er kann es immerhin bis zur „Gesellenprüfung“ schaffen. Das lohnt sich übrigens. Denn bei einem sind sich Experten einig: Optimisten leben länger und sind gesünder.

Habt Ihr Lust, euch ein bisschen optimistischer zu stimmen? Hier drei einfache Übungen dazu:

1. Seid aktiv! Unternehmt was Hübsches, plaudert mit Nachbarn, geht in ein Konzert.

2. Seid faul! Gönnt euch bewusst Auszeiten und genießt die dann auch ohne schlechtes Gewissen.

3. Tut Gutes! Wer sich für Schwächere einsetzt, erkennt unter anderem, wie gut es ihm selbst geht.