Ohrstöpsel: Das müsst ihr beachten

Ohrstöpsel: Das müsst ihr beachten

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Ohrstoepsel
©iStock/Antonio_Diaz

Ohrstöpsel sind Balsam für alle Krachgeplagten – doch es gibt einiges, worauf ihr aufpassen müsst, damit sie euch nicht schaden.

Verkehrslärm oder schnarchende Partner – schnelle Hilfe versprechen hier Ohrstöpsel. Je nach Ohrmuschelform und persönlichen Vorlieben kann man zwischen zwei Arten von Ohrstöpseln wählen: Vor-Ohr-Stöpsel aus Wachs oder Silikon, werden zur Kugel gerollt und an der Öffnung des Außenohrs direkt vor dem Gehörgang platziert. In-Ohr-Stöpsel aus Schaumstoff sind ergonomisch geformt. Sie werden eng zusammengedrückt und dann in den Gehörgang eingeführt. Beide Arten dämpfen gleichermaßen den Lärm und sind mittlerweile in verschiedenen Größen, wasserfest und auch für Kinder in der Drogerie oder Apotheke erhältlich.

Achtung, Bakterien

Durch den Gehörschutz kann ein feucht-warmes Klima im Ohr entstehen, das die Vermehrung von Bakterien begünstigt. Daher sollte man Ohrstöpsel regelmäßig auswechseln beziehungsweise reinigen, sofern das möglich ist. Schaumstoff-Stöpsel kann man mit milder Seife auswaschen – mehr dazu steht meistens in der Packungsanleitung.

Hinzu kommt, dass die Stöpsel genau wie In-Ear-Kopfhörer das Ohrenschmalz zusammendrücken und in den Gehörgang schieben können. Dadurch kann sich ein Pfropf bilden, der das Hörvermögen beeinträchtigt und oft zu einem unangenehmen Druckgefühl führt.

Ohrstöpsel können süchtig machen

Immer häufiger haben Ohrenärzte es mit einer Ohrstöpsel-Abhängigkeit zu tun. Dabei handelt es sich nicht um eine Sucht wie bei einer körperlichen Abhängigkeit, z.B. von Alkohol. Die Betroffenen haben sich viel mehr so an die Stille gewöhnt, dass sie ohne Stöpsel keine Ruhe mehr finden. Schlafen sie dann doch ein, lässt sie das kleinste Geräusch, das andere gar nicht registrieren, wach werden. Deshalb raten Experten, nur im Notfall und nicht regelmäßig die Ohren zu verschließen.

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