Meditation to go

Meditation to go

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Meditation to go
Einfach mal durchatmen – das ist im Alltag manchmal leichter gesagt als getan © iStock/YinYang

Mal eben schnell meditieren? Eigentlich widerspricht sich das natürlich. Trotzdem lässt sich der Alltag mit kleinen Übungen entstressen.

Wir hetzen morgens zur Arbeit, telefonieren während wir essen, und sind in Gedanken schon
bei dem Besuch der Schwiegereltern am Wochenende. Dabei ist es so einfach, das Leben zu entschleunigen. Achtsamkeit heißt das Zauberwort, das bereits seit 2500 Jahren im Buddhismus eine wichtige Rolle spielt. Dabei wird die Aufmerksamkeit durch Meditation auf das aktuelle Erleben gerichtet, anstatt mit seinen Gedanken in die Zukunft zu hetzen. Jede sinnliche Wahrnehmung entspannt uns und wirkt gesundheitsfördernd: Studien belegen, dass dabei nachweislich der Pegel des Stresshormons Cortisol im Blut sinkt und unsere Lebensqualität steigt. Viel nötig ist dafür nicht. Bereits kleine Meditationsübungen lassen unseren Geist und Körper aufatmen.

Die Zirkusübung

Morgens nach dem Aufstehen tanzen unsere Gedanken oft schon Tango mit uns. Bereits unter der Dusche gehen wir den Tag durch, um auch ja nichts zu vergessen. Die Krux: Gerade durch dieses Grübeln kommen wir nicht zur Ruhe. Das Hirn läuft auf Hochtouren – und lässt uns dann umso mehr alles Mögliche vergessen, weil selbst der beste Hochleistungssportler irgendwann regenerieren muss. Ein möglicher Ausweg: Nehmt euch morgens kurz einige Minuten Zeit und stellt euch vor, ihr sitzt in einer Zirkusmanege. Alle Gedanken sitzen auf den Rängen. Schaut sie an. Wie sehen sie aus? Dadurch kann man lernen, einfach zu beobachten – ohne zu werten.

S.O.S-Meditation

Wenn ihr das Gefühl habt, im Job wächst euch alles über den Kopf , dann atmet durch die Nase ein und stellt euch vor, die Luft fließt vorne durch euren Körper, am Bauchnabel macht sie kehrt und strömt über die Rücken in den Kopf – und mit dem Ausatmen wieder hinaus. So entsteht ein Kreis. Der Atem gibt euch neue Lebenskraft. Nach ein paar Atemzügen werdet ihr merken, dass ihr ruhiger und entspannter werdet.

Unterwegs durchatmen

Auch die Bahnfahrt nach der Arbeit lässt sich zum Beispiel nutzen, um kurz in euch hineinzuhören. Stellt euch vor, ihr schwebt in einem Ozean und könnt nicht untergehen. Das Wasser umfließt euch. Dann ist das Wasser verschwunden und ihr schwebt. Unterwegs begegnen euch Gedankenwolken – das sind die Sorgen und Ängste, die euch beschäftigen. Ihr beobachtet sie, nehmt sie wahr und lasst sie schließlich vorbeiziehen. Mit etwas Routine steigt ihr nach dieser Übung aus der Bahn und seid bereit dafür, den Feierabend zu genießen.

Extra-Tipp

Die Seite der Techniker Krankenkasse bietet Audiodateien, die die Atemmeditation erklären. Hier gehts zum Download…