Diese Medikamente und Lebensmittel sollte man nicht mischen

Diese Medikamente und Lebensmittel sollte man nicht mischen

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Medikamente
©iStock/AndreaObzerova

Bitte nicht zusammen „einnehmen“: Manche Lebensmittel können die Wirkung eurer Medikamente beeinflussen. Das sind die brisantesten Kombinationen.

Ihr nascht gern Lakritze oder liebt Grapefruitsaft? Dann aufgepasst: Wenn ihr außerdem Medikamente einnehmt, kann das unter Umständen gefährlich werden. Denn mehr als 300 Arzneistoffe reagieren mit Nahrungsmitteln. Bei diesen Kombinationen solltet ihr im Zweifelsfall immer auch euren Arzt fragen.

Antibiotika & Milch

Ob Quark, Joghurt oder Sahne: Milchprodukte vertragen sich nicht mit Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline. Die Medikamente verbinden sich mit dem Kalzium in der Milch und verklumpen. Die Folge: Der Bakterienkiller gelangt nicht ins Blut, seine Wirkung verpufft, eine Entzündung kann sich ungehemmt weiter ausbreiten. Auch Osteoporose-Medikamente wie Fluoride und Bisphosphonate können nicht verwertet werden, wenn man sie direkt mit Milch einnimmt. Also mindestens zwei Stunden vor und nach der Medikamenteneinnahme auf Milchprodukte verzichten.

Antidepressiva & Salami

Eiweißhaltige Lebensmittel, die lange gelagert werden, wie Salami oder Camembert, entwickeln einen Eiweißstoff namens Tyramin. Dieser treibt den Blutdruck nach oben. Bestimmte Medikamente zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer) verzögern den Abbau dieses Stoffes. Mögliche Folgen sind ein krankhaft erhöhter Blutdruck oder sogar ein Schlaganfall.

Blutverdünner & Spinat

Wer wegen Thrombosegefahr oder Herzproblemen blutverdünnende Medikamente nehmen muss, sollte möglichst wenig Spinat, Kohl, Brokkoli, Kopfsalat, Erbsen und Bohnen essen. Diese Gemüse sind reich an Vitamin K, das Blutungen stoppt, weil das Blut durch das Vitamin „dicker“ wird. Es steuert den gerinnungshemmenden Arzneimitteln also entgegen. Vorsicht ist auch bei Multivitamin- und Gemüsesäften geboten. Auch sie enthalten oft Vitamin K.

Herzmittel & Grapefruit

Grapefruits bzw. deren Saft können die Wirkung von zahlreichen Medikamenten steigern. Dazu gehören u.a. Herzmittel, Blutdrucksenker, Schlafmittel und Antiallergika. Verantwortlich dafür ist eine Substanz in der Frucht, die dafür sorgt, dass sich der Abbau der Arzneien verlangsamt. Die Folgen reichen von Kopfweh über Bluthochdruck bis hin zu Herzrhythmusstörungen. Tipp: Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte auf Grapefruits besser ganz verzichten.

Entwässernde Mittel & Lakritz

Die Leckerei verstärkt die Wirkung von entwässernden Mitteln, die sehr oft bei erhöhtem Blutdruck verschrieben werden. Ab und zu etwas Lakritze ist kein Problem. Aber wer solche Mittel nimmt, sollte nicht eine ganze Tüte leer futtern.

Eisentabletten & Kaffee

Frauen, die Eisenmangel durch Tabletten ausgleichen wollen, sollten zwei Stunden danach auf Kaffee, aber auch auf Schwarz- und Grüntee sowie Rotwein verzichten. Diese Getränke enthalten die Gerbsäure Tannin, die zusammen mit Eisenionen einen schwer löslichen Komplex bildet – die Eisenaufnahme wird verhindert. Tipp: Eisentabletten mit Orangensaft schlucken! Das enthaltene Vitamin C fördert die Eisenaufnahme im Körper.