LISA testet: Lichtwecker

LISA testet: Lichtwecker

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Lichtwecker ©Philips HF3505
©Philips HF3505

Kommt ihr morgens auch nicht aus dem Bett? Da gibt es etwas, was euch helfen könnte: Lichtwecker. Wir haben sie für euch getestet!

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger – da kommen nicht nur Morgenmuffel immer schwerer aus den Federn. Die Lösung: Lichtwecker, die schrittweise einen Sonnenaufgang simmulieren und das Aufwachen so leichter machen sollen. Denn durch das Licht wird das Schlafhormon Melatonin abgebaut, wodurch unserer biologischen Uhr signalisiert wird, dass es Zeit zum Aufwachen ist. Klingt doch prima! Doch bestehen die Lichtwecker den Praxistest? Wir haben es ausprobiert und Modelle zwischen 46 und 235 Euro getestet!

 

Lichtwecker
©Lumie Bodyclock-Iris-with-aroma

Katrin H. und die Lumie Bodyclock Iris 500 (ca. 235 €)

Allein die Vorstellung, bei einem – wenn auch künstlich erzeugten – Sonnenuntergang einzuschlafen, fand ich spannend. Dann war es endlich soweit: Ich lag im Bett, der Sonnenuntergang war auf 15 Minuten programmiert. Das langsam schwächer werdende Licht soll entspannen und dadurch beim Einschlafen helfen. Ich persönlich habe davon leider nicht viel gemerkt, was daran liegen kann, dass ich es gewohnt bin, bei absoluter Dunkelheit einzuschlafen. Den Sonnenaufgang hatte ich auf 7 Uhr programmiert. Und was soll ich sagen? Punkt 7 Uhr bin ich tatsächlich durch die zunehmende Helligkeit im Raum wachgeworden. Definitiv angenehmer, als von einem schrillen Wecker-Klingeln aus den Träumen gerissen zu werden! Gut finde ich auch, dass Bodyclock zusätzlich noch einen Weckerton hat. Sicher ist sicher. Ob man die Aromatherapie-Funktion nutzt, muss jeder selbst entscheiden. Für mich wäre sie nicht zwingend notwendig. Wer aber mit seinem Lieblingsduft einschlafen oder aufwachen möchte, wird Bodyclock lieben – und dafür dann auch bereit sein, ein paar Euro mehr auszugeben.

 

Lichtwecker
©Philips HF3505

Anne G. und der Philips Wake-up Light Modell HF 3505 (ca. 70 Euro)

Das Design und die Größe des Weckers erinnern mich an einen Schminkspiegel. Optisch gefällt er mir auf jeden Fall schon mal sehr gut und zum Glück passt das Gerät auch auf meinem Nachttisch. Da ich nicht gerade technikaffin bin, habe ich mich gefreut, dass sich das Gerät relativ leicht erschließen lässt (komplizierter wurde es nur, als ich mich nur vom Licht wecken lassen wollte, ganz ohne Ton). Was mir gefällt ist, dass einem zehn Helligkeitsstufen zur Verfügung stehen und ich den Wecker so auch als Nachttischleuchte verwenden kann. Außerdem kann ich bestimmen, bei welcher Helligkeitsstufe die Sonnenaufgangssimulation beendet sein soll. Da ich nur sehr schwer aus dem Bett komme, habe ich gleich die hellste Stufe genommen – und die ist zum Glück richtig hell! Parallel bietet mir der Hersteller zwei unterschiedliche Wecktöne mit Naturgeräuschen an sowie ein UKW-Radio, um auch wirklich nicht zu verschlafen. Fazit: An die Tatsache, von Licht geweckt zu werden, habe ich mich auf jeden Fall schnell gewöhnt. Die 200 Lux schaffen es tatsächlich, mich aus den Träumen zu reißen. Ich fühle mich am Morgen dadurch zwar nicht ausgeruhter, schaffe es aber, früher das Bett zu verlassen. Nachteil: Für Paare wäre eine zweite Weckzeit sicher von Vorteil, so braucht man leider zwei Geräte. Gegen einen Funkwecker hätte ich ebenfalls nichts einzuwenden.

 

Lichtwecker
©Telefunken Wakeup Sunrise SL1500

Laura B. und der Telefunken „Wake up Sunrise“ (ca. 55 Euro)

Was ich an meinem bisherigen Wecker wirklich hasse, ist der schrille Piepton. Ganz sanft mit Licht geweckt zu werden, hört sich dagegen traumhaft an. Gespannt lege ich die Batterien in die 30 cm hohe Aufweckleuchte ein und verschließe das Fach wieder mit dem Schraubenzieher (!). Dann kann ich die Einstellungen vornehmen. Intuitiv läuft hier aber leider gar nix. Ohne Bedienungsanleitung wäre ich völlig aufgeschmissen. Der Wecker hat 100 Helligkeitsstufen, wobei ein wirklicher Helligkeitsunterschied eher in 10er-Schritten zu bemerken ist. Ich entscheide mich für 80. Das ist schon richtig hell. Meinen alten Wecker stelle ich vorsorglich fünf Minuten später ein. Und was soll ich sagen? Der altbekannte Klingelton weckt mich am nächsten Morgen in gewohnter Manier. Von Licht alleine wache ich wohl nicht auf… Toll ist aber, dass es schon hell ist, als ich aufwache und nicht erst das Kabel des Nachttischlämpchens suchen muss. Am nächsten Tag schalte ich einfach den Radio-Wecker (es gibt zehn Senderspeicher) mit ein. Nicht wirklich durchdacht ist, dass der Ton läutet, sobald die voreingestellte Zeit der Aufwachphase beginnt – und nicht erst zur wirklichen Weckzeit. Denn der Ton ist selbst auf leisester Stufe so laut, dass ich sofort wach bin. Das Prinzip der Aufwachphase hat sich somit erledigt… Wer auf Piepsen oder Naturgeräusche steht, kann übrigens auch das auswählen – wobei der Sound von Wellenrauschen, Vogelgezwitscher und Co. sehr zu Wünschen übrig lässt. Fazit: Wer nur Platz sparen will, ist mit dem „Wake up Sunrise“ gut bedient, denn als reiner Radiowecker mit Lichtfunktion eignet er sich super.

Lichtwecker
©Lumie Starter

 

Jennifer S. und der Lumie „Starter“ (ca. 100 Euro)

Morgens fühle ich mich oft gerädert, daher war ich sehr gespannt, ob es der Lichtwecker schafft, mich mit mehr Energie in den Tag zu schicken. Meine Nachttischlampe muss für den Wecker weichen, was aber nicht weiter schlimm ist, da er ja auch eine reine Beleuchtungsfunktion hat. An der Rückseite des Weckers befinden sich wegen der Halogenlampe Lüftungsschlitze. Diese werden an die Wand projiziert. Sicherlich eine Geschmacksfrage – mir gefällt das Lichtmuster an der Wand. Die Bedienung ist spartanisch gehalten. Es gibt nur drei Knöpfe, doch da man diese teilweise gleichzeitig oder für mehrere Sekunden drücken muss, sind mehrere Blicke in die Bedienungsanleitung nötig. Dann stelle ich den 30-minütigen Sonnenaufgang ein, der mich auf natürliche Weise wecken soll. Und tatsächlich registriere ich am Morgen das gleichmäßig heller werdende Licht. Während ich noch dämmere, stellt sich mein Körper schon mal auf das baldige Aufstehen ein. Ich fühle mich wirklich besser ausgeschlafen. Am nächsten Tag schalte ich allerdings den zusätzlichen Weckton ein, damit ich nicht aufpassen muss, wann es wirklich Zeit ist aufzustehen. Das sanfte Wecken durch das Licht wird durch diesen schrillen Ton allerdings zunichte gemacht. Schade!

Lichtwecker
©Beurer WL-32

 

Sabine S. und der WL-32 von Beurer (ca. 46 Euro)

Für jemand, der einen Licht-Alarm-Radio-Stimmungslicht-Wecker braucht, für den ist der Lichtwecker von Beurer Therapy sicher was Tolles. Für mich persönlich hat er (inklusive zweier Alarmzeiten, wer braucht so was?) jedoch zu viele Einstellmöglichkeiten. Schließlich hatte ich es geschafft. Weckzeit per Radio: 7.20 Uhr. Start des sanften Lichtalarms: 30 Minuten VOR dem Radioalarm. In meiner Welt, wäre das dann um 6.50 Uhr gewesen. In der Welt des Weckers sah das jedoch anders aus. Was mich nämlich schließlich weckte, war nicht sanft ansteigendes „Sonnenlicht“, sondern der Adrenalinstoß beim Blick auf die Uhr, als das Radio loslegte. Und zwar um 7.50 Uhr. Die auf 7.20 Uhr eingestellte Weckzeit hatte sich (natürlich, mein Fehler!) auf den Lichtalarm bezogen. Und Licht, das weiß ich jetzt, weckt MICH definitiv nicht.