Essen statt Pille: 8 Lebensmittel gegen Kopfschmerzen

Essen statt Pille: 8 Lebensmittel gegen Kopfschmerzen

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Kopfschmerzen
©iStock/anandaBGD

Bei einem Kopfschmerzen greifen viele schnell zur Tablette. Müssen sie aber gar nicht. Denn diese acht Lebensmittel sind leckere Ersthelfer…

Es pocht in der Stirn, drückt hinter denAugen und der ganze Kopf fühlt sich an, als würde er gleich explodieren – Kopfschmerzen sind ein wahres Volksleiden: Jeder vierte Deutsche wird regelmäßig von ihnen heimgesucht. Deswegen werden die Schmerzen auch oft nicht als Erkrankung wahrgenommen, sondern als Alltagsleiden – und es wird schnell eine Tablette geschluckt. Dabei sollte man den Ursachen für einen dröhnenden Schädel auf den Grund gehen. Eine falsche Körperhaltung und Nackenverspannungen sind häufig für die Schmerzen verantwortlich, doch auch die Ernährung hat Einfluss auf das Wohlbefinden des Kopfes. Ein Mangel an Mineralien und Vitaminen kann ein Gewitter im Kopf auslösen.Bei der nächsten Kopfweh-Attacke ersetzt ein Gang in die Küche womöglich die Tabletten.

Ausgleichende Kartoffeln

Kartoffeln versorgen den Körper mit den Vitaminen A, C und B6. Außerdem sind sie ein wertvoller Kaliumlieferant. Das Mineral wird benötigt, um ein ausgeglichenes Kalium-Natrium-Verhältnis herzustellen. Wichtig, da ein zu hoher Natriumgehalt im Körper nicht nur Kopfschmerzen verursachen kann, sondern auch Bluthochdruck und Herzerkrankungen fördert. Das durch die Kartoffeln aufgenommene Kalium tut noch mehr für den Organismus: Es regelt den Flüssigkeitshaushalt im Körper und verhindert Wassereinlagerungen.

Blutdrucksenkende Kirschen

Mit Kopfweh ist doch gut Kirschen essen! Das Obst enthält Verbindungen, die zu Stickstoffmonoxid umgewandelt werden. Dieses entspannt die Muskulatur der Blutgefäße und hilft, sie zu erweitern. Dadurch sinkt der Blutdruck und Kopfschmerzen haben keine Chance. Zusätzlich wirken Farbstoffe in den Früchten, die Anthocyane, schmerzstillend. Aber nicht nur die Farbe, sondern auch der Geschmack spielt eine Rolle. Je dunkler, saurer die Kirschen sind, desto stärker ist die Wirkung.

Knoblauch als Verdünner

Was die Gesundheit angeht, kann Knoblauch so einiges: Er senkt den Cholesterinspiegel, verbessert die Durchblutung, unterstützt die Verdauung und vertreibt die Müdigkeit. Aufgrund der blutverdünnenden Wirkung wird der Knolle ein schmerzlindernder Effekt zugeschrieben. Wen der Geruch des Knoblauchs nicht stört, der isst am besten zwei rohe Zehen am Tag. Das beugt Kopfschmerzen vor und senkt den Cholesterinspiegel – gut für das Herz. Die Knolle wirkt also nicht nur gegen Vampire.

Walnuss fürs Hirn

Die Nuss mit den vielen Furchen sieht auf den ersten Blick aus wie ein Gehirn – und das passt auch! Ihre gesunden Fettsäuren halten die Gefäße schön geschmeidig. Schmerzen lindert sie dank des hohen Gehalts an Serotonin, dem Glückshormon, und ihrer auch sonst entzündungshemmenden Eigenschaften. Außerdem enthalten Walnüsse reichlich Magnesium, das die Ausschüttung von Stresshormonen bremst. Eine Handvoll Nüsse am Tag reicht schon aus, um die Schmerzen im Kopf zu verhindern. Mit ihren gesunden Omega-3-Fettsäuren sind sie außerdem ein gesunder Snack.

Vorbeugender Ingwer

Ingwer stärkt nicht nur die Abwehrkräfte, sondern wirkt auch bei Kopfschmerzen. Die Wurzel verhindert, dass sich die Gefäße im Gehirn erweitern – was häufig passiert, bevor das Pochen im Kopf beginnt. Außerdem hemmt sie die Produktion der Prostaglandine. Diese Fettsäuren fördern nämlich Schmerzen. Um Migräne zu stoppen, ein ungefähr 1 cm langes Stück Ingwerwurzel klein reiben und mit 0,2 Liter Fruchtsaft mischen.

Vitaminreicher Lachs

Lebensmittel mit viele nB-Vitaminen, wie Vitamin B2, B6 und B12, sind sehr effektiv gegen Kopfschmerzen. Das Vitamin B2 übernimmt beispielsweise wichtige Funktionen bei der Energiegewinnung. Es ist ein sogenanntes Coenzym der Atmungskette – und vor allem bei Migräne liegt häufig eine Störung dieser Kette vor. Fetter Fisch, wie Lachs, ist eine sehr gute Vitamin-B2-Quelle. Zusätzlich enthält Lachs viele Omega-3-Fettsäuren. Sie sind die Gegenspieler der Omega-6-Fettsäuren, die Schmerzstoffe produzieren. Omega 3 verhindert deren Produktion und hemmt dadurch den Kopfschmerz.

Wasser marsch

Häufig liegt den Kopfschmerzen eine Dehydrierung zugrunde. Flüssigkeitsmangel führt zu einer schlechten Versorgung der Zellen mit Sauerstoff– und nur zwei Prozent zu wenig Flüssigkeit im Körperschwächen die Konzentration. Ist der Mangel noch größer, reagiert das Gehirn mit Schmerzen. Tipp: Wenn der Kopf brummt, immer erstmal ein Glas Wasser trinken.

Entspannender Spinat

Magnesiumhaltige Lebensmittel, wie Spinat,können die Häufigkeit und die Intensität von Kopfschmerz-Attacken lindern, da sie muskelentspannend wirken. Bei Menschen, die häufig unter Migräne leiden, ist oft ein niedriger Magnesiumspiegel im Blut die Ursache dafür. Im Schnitt sollte man täglich 300 mg Magnesium zu sich nehmen. Naturjoghurt und Kefir helfen dabei, die Aufnahme des Stoffes aus dem Darm ins Blut zu verbessern. Eine Studie mit Kopfschmerzpatienten zeigte die positive Wirkung des Spurenelements Magnesium während einer Schmerzphase: 85 Prozent der Teilnehmer spürten schon nach wenigen Minuten eine Besserung ihrer Symptome.

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