Kräuter überwintern und konservieren

Kräuter überwintern und konservieren

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Kräutertöpfe sind bei vielen Hobby-Gärtnern beliebt. © istock/SilviaJansen

Nichts ist schöner als mit frischen Kräutern zu kochen. Aber was tun mit den Balkon-Töpfen, wenn der Winter da ist? So konserviert ihr Aromen und überwintert die Küchen-Kräuter richtig.

Einjährig vs. mehrjährig

Feigen mit Tomaten und Basilikum. Mojito mit frischer Minze. Ofenkartöffelchen mit Rosmarin. Ich LIEBE frische Kräuter! Das einzige Problem: Im Sommer habe ich so viele Kräutertöpfe auf dem Balkon angesammelt – was macht man mit den vielen Pflanzen im Winter? Und wie kann ich die Aromen konservieren? Weil ich das selbst nicht so genau wusste, habe ich mich für euch informiert. Das müsst ihr wissen:

Einfach die Kräutertöpfe in die Küche platzieren? Das kann schief gehen! Schnittlauch braucht zum Beispiel sogar den Frost – wenn er durchfriert, wächst er im nächsten Jahr umso kräftiger. Auch Liebstöckel und Petersilie vertragen die Kälte sehr gut. Und selbst die mediterranen Kräuter Salbei, Thymian und Lavendel überstehen zumindest einen milden Winter auch sehr gut draußen. Hier reicht es, die Pflanzen mit einem Vlies gegen die Kälte zu schützen. Wichtig: Die Abdeckung sollte luftdurchlässig sein, da die Kräuter sonst schimmeln.

Nur Rosmarin und zum Beispiel Lorbeer sind etwas anfälliger und freuen sich über ein frostfreies Quartier im Haus.

Außerdem gilt es natürlich, zwischen ein- und mehrjährigen Pflanzen zu unterscheiden.

Einjährig sind:

Basilikum, Dill, Kapuzinerkresse, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Gartenkresse, Rucola, Kerbel und Majoran

Mehrjährig sind:

Thymian, Schnittlauch, Petersilie (zweijährig), Rosmarin, Lorbeer, Minze, Melisse

Einjährige Pflanzen müssen im Frühjahr neu ausgesät werden – es sei denn, sie stehen im Beet, haben sich selbst ausgesät. Dann wachsen sie im neuen Jahr von selbst nach. Nur im Topf müssen sie neu gezogen werden.

Kräuteraromen bewahren

Auch im Winter muss man nicht auf die Würze der eigens gezogenen Kräuter verzichten. Bevor die Pflanzen in den Winterschlaf gehen, kann man Basilikum, Petersilie oder Schnittlauch gut einfrieren.

Doch nicht alle Kräuter eignen sich für die Tiefkühltruhe. Lavendel oder Thymian zum Beispiel mögen das nicht – diese Kräuter trocknet man besser.
Besonders gut funktioniert das in einem warmen, luftigen und dunklen Raum. Hierfür sollte man die Kräuter nicht zerkleinern – durch jede Bruchstelle gehen die ätherischen Öle verloren. Zu kleinen Sträußen gebunden trocknen die Kräuter innerhalb von zehn Tagen. Kleinere Mengen kann man auch im Backofen trocknen. Sie werden gleichmäßig auf dem Backblech verteilt und bei 50 Grad getrocknet. Die Ofentür lasst ihr am besten einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Natürlich konservieren mit Öl und Essig

Eine weitere Möglichkeit, das Aroma zu erhalten, ist auch die Konservierung mit Essig. Er verhindert, dass sich Bakterien bilden und behält lange Zeit sein Aroma. Für Würzessige solltet ihr am besten frische Kräuter verwenden. Im Gegensatz dazu eignen sich für Würz-Öle dagegen getrocknete Kräuter.

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