Kardamom, Zimt und Nelken: So gesund sind sie wirklich

Kardamom, Zimt und Nelken: So gesund sind sie wirklich

von -
Kardamom, Nelken und Zimt: So gesund sind sie wirklich ©iStock/pogrebkov
©iStock/pogrebkov

Sie sind nicht nur lecker und gehören einfach zur Adventszeit – Weihnachtgewürze wie Kardamom & Co. haben auch noch ganz andere positive Eigenschaften.

Wir verfeinern Hauptspeisen, Nachtisch und Gebäck mit ihnen, denn Kardamom, Zimt und Gewürznelken gehören zu Weihnachten wie die Locken zum Christkind. Doch viele wissen nicht: Damit tun wir auch unserer Gesundheit etwas Gutes! Und das – im Gegensatz zu Medikamenten – ganz ohne Nebenwirkungen. Sich eine Gewürznelke in die Backe zu stecken, hilft zum Beispiel gegen Zahnschmerzen. Und das ist nur eine der vielen heilenden Eigenschaften, die die unterschiedlichen Gewürze haben. Die drei Weihnachtsklassiker wirken außerdem entzündungshemmend, Blutzucker senkend und sind gut gegen Bauchschmerzen. Also ab damit in den Topf und los geschlemmt! (Aber Vorsicht: Kauft nicht irgendwelche Gewürze! Dazu lest ihr am Ende des Textes mehr.)

Kardamom

Kardamom, Zimt und Nelken - so gesund sind sie wirklich ©iStock/Geminai
©iStock/Geminai

Der Kardamom kommt aus der Familie des Ingwers. Und genau wie dieser schmeckt er süßlich und leicht scharf. Bei uns in Deutschland wird er hauptsächlich im Lebkuchen verwendet. Er passt aber auch toll zu Curry-Gerichten. Die schwarzen Samen, die in den grünen Kapseln stecken, kann man selbst mahlen oder schon gemahlen kaufen (siehe Tipps unten). Er ist besonders gut für den Magen, denn das ätherische Öl, das darin enthalten ist, regt die Verdauung an und verhindert Blähungen. (Psst, also perfekt nach dem schweren Weihnachtsbraten). Außerdem wirkt er stimmungsaufhellend. Und ihm wird sogar eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Zimt

Kardamom, Nelken und Zimt - so gesund sind sie wirklich ©iStock/Adam Smigielski
©iStock/Adam Smigielski

Jeder kennt dieses leckere Gewürz, denn die getrocknete Rinde des Zimtbaums wird hierzulande vor allem für Süßspeisen verwendet. Wer möchte, kann den Zimt als Stangen oder als Pulver aber auch zu Deftigem kombinieren. Und er ist quasi DAS Weihnachtgewürz schlechthin, denn: Zimt senkt den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinspiegel, und das schon beim Verzehr von geringen Mengen! Gleichzeitig bringt das braune Gold auch den Stoffwechsel in Schwung und fördert dadurch den Fettabbau. Was kann es in der Schlemmer-Jahreszeit also Besseres geben?

 

Gewürznelken

Kardamom, Nelken und Zimt - so gesund sind sie wirklich ©iStock/burwellphotography
©iStock/burwellphotography

Die kleinen getrockneten Knospen sehen aus wie Nägel (daher auch ihr Name „Negelken“) und schmecken würzig scharf. Sie verfeinern weihnachtliche Soßen oder Beilagen. Zu kaufen gibt es sie am Stück oder gemahlen. Achtung, wer selbst mörsern möchte: Nur den Kopf, der Stil schmeckt sehr bitter. Gewürznelken haben einen sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen (15%) und wirken deshalb betäubend. Außerdem sind sie ein hervorragendes Antioxidant. Die wichtigste Eigenschaft ist aber wohl ihre antiseptische und immunsteigernde Wirkung. Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Nelke ein guter Schutz vor Erkältungen.

Gewürze kaufen

Hier noch ein paar Tipps für den Weihnachtseinkauf:

Kardamom: Es gibt grünen und schwarzen Kardamom (erkennbar an der Farbe der Kapseln, nicht der Samen). Hochwertiger ist der grüne. Legt ihr Wert auf Top-Qualität? Dann achtet vor allem beim Pulver darauf, dass nur Samen und nicht die ganze Kapsel gemahlen wurde, denn die Außenhülle hat keinen Geschmack, sondern streckt das Gewürz eher noch.

Zimt: Die süße Rinde kann von verschiedenen Bäumen geerntet werden. Am meisten Aromastoffe enthällt aber das Zimt des Ceylon-Baums. Außerdem ist hier weniger Cumarin enthalten als im Cassia-Zimt, das in sehr hoher Dosierung schädlich sein kann.

Gewürznelken: Frische Knospen erkennt man daran, dass sie noch leicht fettig sind und geringe Mengen Öl absondern, wenn man mit dem Fingernagel gegen den Stil drückt. Denn: je mehr des ätherischen Öls, desto größer die heilende Wirkung.