Entschlüsselt: Warum Homöopathie so gut hilft

Entschlüsselt: Warum Homöopathie so gut hilft

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Homöopathie
©stockfood/Jean Paul Chassenet

Wirkt die Homöopathie oder ist sie reine Glaubenssache? Über diese Frage streiten sich Mediziner seit Jahrzehnten. Für fast 60 Prozent der Deutschen eine überflüssige akademische Diskussion.

Denn ganz unabhängig von wissenschaftlichen Studien spüren sie am eigenen Leib, dass die über 200 Jahre alte Homöopathie ihnen hilft.

Mit Globuli in bester Balance

Ganz gleich ob Sodbrennen, Atemnot oder Fieber – zu fast jedem Leiden findet sich unter den Tausenden von Globuli,
Tröpfchen oder Tabletten mindestens ein passendes. Selbst bei schweren Erkrankungen wie Diabetes können sie eine Basistherapie unterstützen. Der genaue Wirkmechanismus homöopathischer Arzneimittel ist dabei bislang nur ansatzweise bekannt. Die Wirkung basiert ganz offensichtlich vor allem auf einer gezielten Stärkung der körpereigenen Selbstheilungskräfte. Eine Hilfe zur Selbsthilfe, ähnlich wie bei einer Impfung.

Stoffe, die bei gesunden Menschen bestimmte Symptome auslösen, werden bei Kranken meist „potenziert“, also mittels spezieller Verfahren „homöopathisch aufbereitet“ als Heilmittel eingesetzt. So können z.B. Schlafstörungen und Unruhe mit homöopathisch aufbereitetem Kaffee („Coffea“) therapiert werden. Mit einem Stoff also, der bei Gesunden die typischen Symptome von Schlafstörungen und Unruhe verursachen würde. Homöopathen sprechen hier vom sogenannten Ähnlichkeitsprinzip. Damit auch hochgiftige Stoffe wie die Tollkirsche gefahrlos verwendet werden können, verdünnt man die Substanzen nach einem speziellen System mit Wasser. Je höher diese Verarbeitung (Potenzierung) des Mittels ist, desto stärker soll es wirken. Die am häufigsten verwendete Potenzierung D6 etwa steht für ein Verdünnungsverhältnis von 1 : 1 000 000.

Das sagen die Experten

Homöopathische Arzneimittel haben sich in der täglichen ärztlichen Praxis über Jahrzehnte hin bewährt. Es liegen mittlerweile auch eine hohe Anzahl kontrollierter Studien vor, aus denen die Wirksamkeit der Homöopathie klar hervorgeht. „Davon wurden mehr als 100 Studien placebo-kontrolliert durchgeführt und entsprechen modernen Standards“, so Dr. Markus Wiesenauer, Autor zahlreicher Lehrbücher und einer der wohl renommiertesten, auf Homöopathie spezialisierten Ärzte Deutschlands. Dass Homöopathie wirksam heilt, sieht der Mediziner auch bei seiner täglichen Arbeit: „In meiner hausärztlichen Praxis behandle ich mehr als die Hälfte meiner Patienten ausschließlich homöopathisch. Die übrigen Patienten kann ich homöopathisch unterstützen, sodass die notwendigen konventionellen, chemisch-synthetischen Medikamente häufig reduziert werden können.

Homöopathie
Schüssler-Salze, Salben und Globuli ©Seasons/Kramp + Gölling

Studien belegen Heilerfolge

Dass die Naturmedizin bei Volksleiden wie Heuschnupfen effektiv wirkt, zeigt etwa die Erforschung der homöopathischen Tiefpotenzen von Galphimia glauca, einer in Mittel-und Südamerika beheimateten Pflanze (z.B. in „DHU Galphimia Glauca D 6 Globuli“,Apotheke). In einer von Dr.Wiesenauer angeleiteten Serie von elf Studien mit 752 Patienten wurde nachgewiesen, dass sich die typischen Augen- und Nasensymptome unter einer Galphimia-Behandlung signifikant häufiger bessern als unter einer Placebotherapie (Scheintherapie). Demzufolge hat ein Patient, der Galphimia glauca zur Behandlung seines Heuschnupfens einnimmt, eine mehr als doppelt so hohe Chance, seine Symptome loszuwerden, als ein Patient, der nur mit Placebos behandelt wird.

Auch bei Erkältungsbeschwerden haben klinische Studien bewiesen, dass homöopathische Mittel wissenschaftlich belegt helfen. So vermindert etwa die begleitende Einnahme des homöopathischen Kombinationspräparats „Nisylen“ (Apotheke), das u.a. Blauen Eisenhut und Gelben Jasmin enthält, die Dauer und Schwere von Erkältungssymptomen signifikant. Innerhalb von vier Tagen ging es den Patienten, die zusätzlich zu symptomlindernden Medikamenten wie Paracetamol auch „Nisylen“ einnahmen, deutlich besser als der Vergleichsgruppe.

Tipps zur Einnahme

Damit homöopathische Mittel ihre volle Wirkung entfalten können, sollten sie am besten über die Schleimhaut im Mund in den Körper aufgenommen werden. Globuli und Tabletten deshalb nie sofort runterschlucken, sondern langsam im Mund zergehen lassen und Tropfen für etwa eine Minute im Mund lassen. Außerdem sollte man darauf achten, eine Viertelstunde vor, während und eine Viertelstunde nach der Einnahme homöopathischer Arzneien weder zu essen noch zu trinken und Globuli nicht mit den Fingern zu berühren, weil sie mit dem Wirkstoff imprägniert sind.

„Es gibt unendlich viele homöopathische Mittel, die ganz individuell eingesetzt werden. Dafür braucht es einfach die fachliche Anleitung eines Apothekers oder Heilpraktikers“, sagt Fachapotheker Dr. Stefan Noé. „50 Prozent meiner Kunden fragen nach einem ganz speziellen Präparat. Nach einer ausführlichen Beratung kommt dann nicht selten heraus, dass ein anderes Mittel sehr viel besser passt. Und: Auch homöopathische Mittel haben Nebenwirkungen. Es kann u.a. zu allergischen Reaktionen kommen, oder es tritt keine Besserung der Beschwerden ein, weil das Mittel nicht geeignet ist und nicht hilft.“

Initiative der DHU #MachAuchDuMit

Unter dem Hashtag #MachAuchDuMit lädt die DHU Anwenderinnen und Anwender ein, ihre guten Erfahrungen in Sachen Homöopathie zu teilen. „Über 30 Millionen zufriedene Menschen setzen für ihre Gesundheit auf Homöopathie und vertrauen ihr. „Mit unserer Initiative wollen wir das Selbstbewusstsein der Menschen stärken, sich fÜr die Homöopathie zu entscheiden oder mindestens fÜr eine freie Wahl einzustehen” so Peter Braun, Geschäftsführer der DHU.