Herbst – die beste Zeit für viele Behandlungen

Herbst – die beste Zeit für viele Behandlungen

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Behandlungen
©iStock/SARINYAPINNGAM

Ihr möchtet ein Muttermal loswerden oder euch gegen Heuschnupfen rüsten? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür – und viele weitere Behandlungen.

Wenn die Tage wieder kürzer werden und die Temperaturen uns langsam frösteln lassen, solltet ihr über notwendige Behandlungen nachdenken. Denn zum einen heilen Wunden nach Eingriffen besser, wenn sie keiner intensiven Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, zum anderen lassen sich gerade Atemwegsprobleme im reizarmen Klima besser behandeln.

Muttermale

Da die Haut im Herbst meist viel weniger gebräunt ist als im Sommer, heben sich Muttermale, Fibrome (kleine Knötchen), Warzen und Hautveränderungen besser von der Haut ab und können vom Hautarzt einfacher beurteilt werden. Weiterer Vorteil der dunklen Jahreszeit: Wird ein Muttermal entfernt, sollte man die betroffene Stelle zwei Monate vor Sonnenstrahlung schützen. Bei Verdacht auf Hautkrebs zahlen die Krankenkassen das Entfernen, bei kosmetischen Gründen muss man mit mindestens 50 Euro für einen Eingriff unter örtlicher Betäubung rechnen.

Heuschnupfen

Hält die Natur Winterschlaf, ist die Luft frei von Pollen. Das ist die ideale Gelegenheit, ursächlich etwas gegen Heuschnupfen zu tun: Unter ärztlicher Kontrolle wird bei der klassischen Hyposensibilisierung (Immuntherapie) das Immunsystem schrittweise an die Allergien auslösenden Stoffe gewöhnt – das verhindert eine Überreaktion auf die Stoffe (Krankenkassen zahlen). Dazu bekommt der Allergiker etwa drei Jahre lang alle vier bis sechs Wochen winzige Mengen der Allergene mittels einer Spritze verabreicht. Im Frühling und Sommer, wenn die Nase läuft und die Augen brennen, wäre die zusätzliche Belastung für den Körper zu groß. Zudem sollte die Toleranz gegenüber den Allergien auslösenden Stoffen aufgebaut sein, bevor der Körper wieder mit den umherfliegenden Pollen konfrontiert wird.

Kurzsichtigkeit

Ihr spielt mit dem Gedanken, eure Fehlsichtigkeit korrigieren zu lassen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Eine US-Studie ergab, dass Laserbehandlungen an der Hornhaut des Auges im Winter erfolgreicher sind und die Patienten viel seltener nachbehandelt werden müssen. Grund dafür ist, dass sich das trockene Winterklima direkt auf die Beschaffenheit der Hornhaut auswirkt und die Laser mit der „Winterhornhaut“ besser arbeiten können. Zudem sind die Augen nach der Behandlung sehr lichtempfindlich. Jetzt ist es leichter, sie zu schützen.

Schönheits-OP

Zwar ist jeder Eingriff prinzipiell zu jedem Zeitpunkt des Jahres möglich, doch gerade bei Straffungs-OPs (z.B. an Oberschenkeln oder Oberarmen) und Fettabsaugung bieten sich Herbst und Winter an. Denn nach diesen Behandlungen müssen die Patienten in der Regel für einige Zeit ein Mieder tragen, welches sich unter dicker Kleidung gut verbergen lässt. Zudem unterstützen die kühlen Temperaturen eine gute Wundheilung und sorgen für eine schnelle Genesung.

Krampfadern

Kranke Venen und Besenreiser lassen sich entfernen, indem in die erweiterten Venen eine spezielle Lösung gespritzt wird. Dadurch verkleben die Innenwände der Adern. Folglich muss sich das Blut neue Wege suchen. Die verödeten Gefäße bauen sich nach und nach von selbst ab. Nach dem Eingriff müssen für einige Tage Stützstrümpfe getragen werden. In der kühlen Jahreszeit lassen sich Flecken und Strümpfe einfach unter langen Hosen verstecken – und man schwitzt weniger. Ist der Eingriff medizinisch notwendig, übernehmen die Kassen die Kosten.