Hab dich lieb – Warum Selbstliebe so wichtig ist

Hab dich lieb – Warum Selbstliebe so wichtig ist

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Nimm dich und deine Umwelt bewusst und mit Wohlwollen wahr! ©iStock/swissmediavision

„Hab dich lieb“ – das solltet ihr häufiger zu euch selbst sagen! Es ist wichtig, euer Mitgefühl nicht nur auf Familie, Freunde und den Partner zu richten, sondern auch auf euch! Warum das so ist, lest ihr hier.

„Wer sich selbst nicht auf die rechte Art liebt, kann auch andere nicht lieben,“ das wusste schon der österreichische Schriftsteller Robert Musil (1880–1942). Vor allem wir Frauen sind gut darin, unsere Liebe und unser Mitgefühl auf andere zu richten. Eine Freundin, die einen Job vermasselt hat, trösten wir mit Hingabe. Der Schwester, die gerade verlassen wurde, versichern wir mit vollster Überzeugung, dass es nicht an ihr liegt! Doch denkt einmal an euch selbst! Als es zuletzt in der Arbeit schlecht lief, habt ihr euch dafür innerlich beschimpft. Als euch das letzte Date nicht wiedersehen wollte, habt ihr euch gefragt, was ihr falsch gemacht habt. Warum also bedenken wir die anderen mit Mitgefühl und strafen uns selbst? Warum sagen wir nie „hab dich lieb“ zu uns selbst?

Es liegt in unserer Natur, die Kontrolle über uns haben zu wollen. Darum treiben wir uns immer an: Du musst besser werden! Du kannst noch mehr! Du musst die Beste sein! Doch niemand – wirklich niemand – hat die Kontrolle über sein komplettes Leben und seinen Geist. Das ist eine Illusion.

Doch das heißt nicht, dass wir aufgeben sollten! Der richtige Weg aus dieser Spirale ist es, uns selbst wieder mehr zu lieben. Anstatt uns selbst zu beschimpfen, sollten wir uns mit liebevollen Worten aufmuntern. Denn Selbstmitgefühl ist keine Schwäche. Der erste Schritt dafür ist es, etwas Neues zu wagen! Dann folgt das Üben der neuen Verhaltensweise. Hier kommen fünf Tipps, wie ihr üben könnt, euch wieder selbst zu lieben:

Schau in den Spiegel!

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Schau dich im Spiegel genau an und erkenne deinen Wert! ©iStock/ByeByeTokyo

Stell dich vor einen Spiegel und schau dich ausgiebig an. Gar nicht so übel, oder? Okay, da sind ein paar Speckrollen oder auch Falten. Aber darum geht es ja genau: Du bist mehr als deine Pfunde und die Zeichen der Zeit!

Jetzt kommt ein Test: Sage zu dir selbst „Ich liebe dich“. Am besten stellst du deinen Namen vor den Satz! Menschen, denen das leicht über die Lippen geht, haben eine gesunde Selbstliebe. Für alle anderen gilt: Ihr habt Glück, man kann an der Selbstliebe arbeiten.

 

Sei dein bester Freund!

Meckerst du ständig an deinem besten Freund herum? Nein? Dann behandle dich wie deinen besten Freund – und zwar in Worten und Taten. Sei für dich da. Höre dir zu. Gib dir Zeit.

Nimm dir Zeit für dich!

Die Hausaufgaben der Kinder, die Bügelwäsche deines Mannes, die Beziehungsprobleme deiner besten Freundin… Vergiss das alles für nur 15 Minuten am Tag! Jetzt ist deine Zeit, sei achtsam mit dir selbst. Beschäftige dich nur mit dir. Übe, „hab dich lieb“ zu sagen. Oder frage dich, was dich zu einem besonderen Menschen macht – und antworte dir natürlich auch!

Verzeih dir selbst!

Egal, was passiert ist, verzeih dir selbst. Trauere keinen alten Geschichten nach! Was du nicht ändern kannst, vergiss es! Du wirst sehen, das befreit ungemein.

Und jetzt: Lächle!

Lächeln ist Medizin für Körper und Geist! Kinder lachen bis zu 400 Mal am Tag, Erwachsene 15 Mal… Ändere das! Begrüße morgens dein Spiegelbild mit einem Lächeln. Dein Gesicht spiegelt sich im Fenster der Straßenbahn, lächle. Du sprichst mit jemandem, strahle ihn an. Du wirst schnell merken, dass die gehobenen Mundwinkel deinen Geist positiv beeinflussen.