Das verrät euer Gesicht über eure Gesundheit

Das verrät euer Gesicht über eure Gesundheit

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Gesicht
@iStock/Peopleimages

Wusstet ihr, dass Fältchen im Gesicht, Augenringe oder entzündete Lippen als Frühwarnsystem für Krankheiten gelten?

Sitzt die Frisur, ist der Lidstrich gelungen? Klar, in den Spiegel gucken wir oft. Aber schauen wir uns auch ins Gesicht, wenn es nicht ums Styling geht? Tatsächlich lassen sich Anzeichen von Krankheiten früh darin ablesen.

Denn wenn mit unserem Körper etwas nicht stimmt, zeigt er es uns, lange bevor wir uns tatsächlich krank fühlen – im Gesicht. Falten, Färbungen, Schwellungen – all das können frühe Alarmsignale sein. Bewährte Diagnoseform Bereits in der Antike wurde die Gesichtsdiagnostik verwendet und ist seither eine der bewährtesten Diagnoseformen. Veränderungen können aufzeigen, wie es um unsere Organe steht, oder uns alarmieren, wenn wir Lebensgewohnheiten ändern sollten, um weiterhin gesund zu leben.

Wir sagen euch, welche Stellen besonders wichtig sind und welche Schlüsse sich mit einem Blick ins Gesicht ziehen lassen. Kommt euch etwas verdächtig vor, solltet ihr den Weg zum Arzt nicht scheuen. Er kann mit Bluttests und weiteren Checks ermitteln, ob tatsächlich eine Erkrankung vorliegt.

Dünne Brauen

Sind die Augenbrauen eher spärlich behaart? Dann ist möglicherweise eine Schilddrüsen-Unterfunktion die Ursache. Die mangelnde Behaarung entsteht durch das Hormon-Ungleichgewicht, das die Unterfunktion auslöst. Aber auch bestimmte Blutdruckmedikamente bewirken Haarausfall an den Brauen, genauso wie ein Mangel am weiblichen Hormon Östrogen.

Tränensäcke

Die Ursache für Tränensäcke kann eine beginnende Nierenschädigung sein. Sie bilden sich durch Wassereinlagerungen. Die Funktion der Nieren ist gestört, da sie nicht genug Urin produzieren, um überschüssiges Wasser loszuwerden. Harntreibende Tees können helfen, zusätzlich sollte aber auf jeden Fall ein Arzt eine genaue Diagnose stellen.

Knötchen am Ohr

Knotige Verhärtungen in den Ohrläppchen sind häufig ein Hinweis auf Gicht. Zu viel Harnsäure im Blut führt zu Ablagerungen im Gewebe und den Gelenken. Ein Test beim Arzt ist ratsam. Oft hilft schon eine andere Ernährung mit weniger Fleisch, Wurst und Alkohol, damit sich die Werte normalisieren. Tut man nichts, sind die Gelenke in Gefahr.

Entzündete Lippen

Die Oberlippe gilt als Spiegel der Dünndarm-Gesundheit. Entzündungen und einseitige Schwellungen sind möglicherweise erste Hinweise auf eine Morbus-Crohn-Erkrankung. Verfärbt sich der Mundwinkel, kann das auf Störungen in der Darmschleimhaut hindeuten. Eingerissene Mundwinkel sind dagegen Zeichen für einen Mangel an den Nährstoffen Vitamin B, Eisen und Zink.

Augenringe

Generell ist die Region um die Augen ein Spiegelbild der Leber. Augenringe können auf Störungen unseres Entgiftungsorgans hinweisen, manchmal kommen auch Fetteinlagerungen in den Augensäcken vor. Gefährlich ist eine Gelbfärbung von Haut und Augäpfeln: Das ist ein typisches Zeichen für eine Leberzirrhose. Unbedingt die Werte per Blutprobe klären lassen!

Wächserne Haut

Fahle, blasse, durchscheinende Haut: Meist ist das ein Hinweis für Nährstoffmangel, vor allem an Eisen und Folsäure. Daher sollte man auf eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Fisch und Gemüse achten. Blasse Haut kann aber auch auf einen gestörten Stoffwechsel, niedrigen Blutdruck sowie Unterzuckerung bei Diabetes hindeuten.

Tiefes Grübchen

Etwa sechs Prozent der Menschen haben Kinngrübchen. Die Anlage dafür ist zwar angeboren, sie entstehen aber vermutlich durch nicht ganz vollständiges Zusammenwachsen der Kieferhälften. Dies kann ein Warnzeichen für weitere Anomalien sein, etwa Veränderungen an der Wirbelsäule oder ein schief stehendes Becken, das Rückenschmerzen verursachen könnte.

Pickel am Kinn

Dass eine ungesunde Ernährung mit viel Fett und Zucker unreine Haut fördert, wissen wir alle. Treten Pickel aber vor allem am Kinn auf, kann dahinter auch eine Lebensmittelintoleranz stecken. Solltet ihr eine Vermutung haben, was ihr nicht vertragt, verzichtet auf entsprechende Lebensmittel. Tritt keine Verbesserung ein, suchen Sie einen Allergologen auf.

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