Was euer Geburtsmonat über eure Gesundheit verrät

Was euer Geburtsmonat über eure Gesundheit verrät

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Geburtsmonat
©iStock/Martin Dimitrov

Sind Frühlingskinder allergieanfälliger und Winterkinder eher depressiv? Neue Studien zeigen, was der Geburtsmonat über eure Gesundheit aussagt.

Die Astrologie hat es ja schon immer ­gewusst: Der Zeitpunkt unserer Geburt beeinflusst unser Leben. Ein weit­verbreiteter Glaube, der jetzt zumindest in puncto Gesundheit durch immer mehr wissenschaftliche Studien erhärtet wird – ohne dafür die Sterne verantwortlich zu machen.

Gesündere Sommerkinder

So kam eine aktuelle britische Studie der Uni Cambridge, die die Daten und den Geburtsmonat von 450.000 Männern und Frauen auswertete, zu dem Ergebnis, dass es von Vorteil ist, wenn man in den Sommermonaten das Licht der Welt erblickt: Babys, die im Juni, Juli und August gebo­ren wurden, waren bei der Geburt meist etwas schwerer und als Erwachsene ein bisschen größer als alle anderen. Zudem setzte bei Mädchen, die im Sommer zur Welt kam, die Pubertät später ein. Und sowohl das Geburtsgewicht wie der spätere Beginn der Puber­tät haben positiven Einfluss auf die ­allgemeine Gesundheit eines Menschen.

Geburtsmonat hat Einfluss auf die Stimmung

Auch andere Studien konnten einen Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und Krankheitsanfälligkeit herstellen. Demnach leiden Frühlingskinder häufiger an Allergien und bei Herbstkindern ist das Risiko gleich für mehrere Krankheiten leicht erhöht. Hierzu zählen vor allem Atemwegserkrankungen. So sind ­Menschen, die im November geboren werden, anfälliger für Bronchitis und virale Infekte.
Verzweifeln müssen die Betroffenen deshalb aber nicht: Trotz der höheren Anfälligkeit haben Menschen, die zwischen September und November geboren wurden, eine höhere Chance, die 100 zu überschreiten, als in anderen Monaten Geborene.
Studien ergaben zudem, dass die Jahreszeit nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Gemüt beeinflussen kann: Menschen, die im Winter geboren wurden, sind laut einer ­ungarischen Studie ruhig und ausgeglichen, haben aber einen leichten Hang zur Depres­sion. Im Sommer Geborene sind dagegen eher sprunghaft, dafür jedoch lebensfroh.

Wechselnde Umweltfaktoren

Bleibt die große Frage, wie diese Unterschiede zustande kommen. Die Forscher erklären sie mit der „fetalen Programmierung“. Damit sind die Einflüsse gemeint, die auf den Fötus, also das Ungeborene, und das Baby einwirken. Diese Faktoren – Sonnenscheindauer, Klima, Infektgefahr, erhöhter Pollenflug oder der Hormonspiegel – verändern sich im Laufe eines Jahres: Im Sommer ist die Mama z. B. oft besser gelaunt, im Winter durch Erkältungen häufiger krank – und das wirkt sich dann eben auch auf die Entwicklung des Babys aus.

Niemand muss sich sorgen

Allerdings ist das Geburtsdatum kein unab­änderliches Schicksal, sondern lediglich ein statistischer Faktor. Alle Experten sind sich einig, dass der Lebensstil, zu der etwa die Ernährung zählt, weit wichtiger ist und sich niemand wegen seines Geburtsmonats sorgen muss. Wir haben es also größtenteils selbst in der Hand, wie gesund und zufrieden wir durchs Leben gehen.

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