Frühlingskräuter – Leckere Heilkraft vom Wegesrand

Frühlingskräuter – Leckere Heilkraft vom Wegesrand

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Frühlingskräuter
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Die ersten Frühlingskräuter des Jahres schmecken nicht nur gut, sondern helfen gegen so manche Beschwerde.

Es genügt oft ein kleiner Spaziergang in der Natur, um die beste Arznei zu finden. Ob lang andauernde Verdauungsprobleme, ein fieser Schnupfen oder immer wiederkehrende Kopfschmerzen – gegen all diese Beschwerden ist ein Kraut gewachsen und die Natur bietet uns einen wahren Schatz an Heilmitteln. Nach der kalten Jahreszeit bringen Wildkräuter außerdem unseren Stoffwechsel wieder in Schwung und versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen.

Löwenzahn
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Löwenzahn

Wann & wo ist er zu finden?
Die beste Erntezeit für Blätter und Blüten ist im April und Mai, auf Wiesen oder einfach im eigenen Garten. Gegen was hilft er?
Durch die enthaltenen Bitterstoffe werden Appetit und Verdauung
angeregt. Auch gegen Kopfschmerzen hilft Löwenzahn und enthält außerdem jede Menge Vitamin C.
Wofür kann man ihn verwenden?
Die Blätter eignen sich gut für einen Salat oder als Tee. Aus den honigsüßen Blüten kann man Marmelade oder Sirup machen. Auch als Deko im Obstsalat oder auf sommerlichen Kuchen machen sie sich super.

Wiesenschaumkraut
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Wiesenschaumkraut

Wann & wo ist es zu finden?

Im April und Mai haben die Blätter und violetten Blüten auf feuchten Wiesen und in Bachnähe feinste Speisequalität.
Gegen was hilft es?
Durch Senföle und Vitamin C ist Wiesenschaumkraut antibiotisch, z. B. bei Erkältungen. Es fördert die Verdauung und hilft gegen Unterleibsschmerzen.
Wofür kann man es verwenden?
Blätter und Blüten erinnern vom Geschmack an Kresse. Sie schmecken lecker auf Butterbrot oder im Quark. Wegen der reizenden Wirkung auf die Magenschleimhaut sollte Wiesenschaumkraut jedoch nur in Maßen genossen werden.

Giesch
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Giersch

Wann & wo ist er zu finden?
An schattigen Plätzen findet man die frischen Blätter des Gierschs zwischen Mai und Juli.
Gegen was hilft er?
Der hohe Kaliumgehalt wirkt harntreibend und ist daher gut zur Vorbeugung von Blasenentzündungen geeignet.
Wofür kann man ihn verwenden?
Die jungen Blätter haben eine pikante Note und passen gut zu Sommersalaten. Später wird der Geschmack intensiver, so dass Giersch auch gut als Spinatalternative, zum Beispiel auf Pizza oder mit Pasta, verwendet werden kann.

Gundermann
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Gundermann

Wann & wo ist er zu finden?
Man sammelt die Blüten und Blätter von März bis Juli in lichten Wäldern und auf
feuchten Wiesen.
Gegen was hilft er?
Die schleimlösenden Inhaltsstoffe helfen gegen Schnupfen und grippale Infekte sowie bei schlecht heilenden eitrigen Wunden.
Wofür kann man ihn verwenden?
Mit ihrem herben Geschmack eignen sich die Blätter als Gewürz. Die süßlichen Blüten würzen Bowlen.

Bärlauch
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Bärlauch

Wann & wo ist er zu finden?
Die Blätter des Bärlauchs wachsen von März bis Mai in schattigen und feuchten Wäldern. Sobald er
blüht, sollte man ihn nicht mehr pflücken.
Gegen was hilft er?
Genau wie Knoblauch bekämpft der Bärlauch Magen- und Darmkeime und verbessert die Durchblutung.
Wofür kann man ihn verwenden?
Beim Erhitzen verliert der Bärlauch den knoblauchähnlichen Geschmack. Gut eignet er sich zum rohen Verzehr, zum Beispiel für ein Pesto.

Brennessel
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Brennessel

Wann & wo ist sie zu finden?
Die jungen hellgrünen Triebe können von März bis Mai in Gärten oder am Waldrand gepflückt werden.
Gegen was hilft sie?
Brennnessel ist reich an Eisen und Kieselsäure und sorgt für schöne Nägel und gesundes Haar. Die Blätter wirken zudem entschlackend und harntreibend und kurbeln die Fettverbrennung an.
Wofür kann man sie verwenden?
Mit ihrem leicht herben, würzigen Geschmack passt sie gut in Suppen, Aufläufe und Quiches. Ein Saft aus den gepressten Blättern ist herb-frisch und wirkt vitalisierend. Getrocknet eignen sich die Blätter zudem für
einen wohltuenden Tee.

Spitzwegerich
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Spitzwegerich

Wann & wo ist er zu finden?
Er wächst von Mai bis September an sonnigen Wegesrändern, auf Wiesen oder im eigenen Garten.
Gegen was hilft er?
Bei kleinen Verletzungen oder Insektenstichen kann man Spitzwegerich auf der Haut verreiben – so wirkt er desinfizierend, stoppt Blutungen und hilft gegen Juckreiz und Schwellungen.
Wofür kann man ihn verwenden?
Spitzwegerich ist angenehm mild und passt kleingeschnitten gut als Salatdressing oder Quark.

Vorsicht!

Die Blätter des Bärlauchs sind leicht mit denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zu verwechseln, die hochgiftig sind. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch nach Knoblauch, der austritt, wenn man Bärlauchblätter zwischen den Fingern verreibt. Hat man jedoch schon einige Blätter zerrieben, riechen die Finger irgendwann auch danach. Wildkräuter sollte man daher nur dann sammeln, wenn man sie  sicher bestimmen kann.

Rezeptideen mit Wildkräutern

Kräutersalz

Zutaten für 1 Portion:

Spitzwegerich, Löwenzahn, Giersch, Bärlauch, Gundermann, 100 g grobes Salz (ca. 1 Handvoll Kräuter auf 50 g Salz)

So geht’s:

Kräuter vorsichtig putzen und Blätter abzupfen. Blätter sehr fein hacken, mit dem Salz zusammen in einen Mörser geben und verarbeiten. Gut durchmischen, in kleine Gläser füllen und luftdicht verschließen. Das Kräutersalz hält sich circa ein Jahr. Ihr könnt auch andere Kräuter dazugeben.

Wildkräutersalat

Zutaten für 2 Portionen:

3 EL Essig, Salz, Pfeffer, 1 TL Senf, 1 TL Honig, 4 EL Rapsöl, 10 g Walnüsse, 150 g Wildkräuter

So geht’s:

Essig mit Salz, Pfeffer, Senf und Honig vermischen. Öl hinzufügen. Walnüsse grob hacken. Wildkräuter (z. B. Löwenzahn, Spitzwegerich, Kleeblätter) waschen und trocken schleudern. Wildkräuter mit Dressing vermischen. Salat in eine Schüssel geben, mit Ei und Walnüssen garniert servieren.

Zum Weiterlesen:

So bleiben eure Supermarkt-Kräuter länger frisch.