Frauenproblem: Leide ich unter Eisenmangel?

Frauenproblem: Leide ich unter Eisenmangel?

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Eisenmangel
©iStock/seb_ra

Juckreiz, Müdigkeit, trockene Haut – alles Anzeichen für Eisenmagel. Und vor allem wir Frauen leiden darunter. Lest hier, was ihr tun könnt.

Rund 25 Prozent der Bevölkerung haben einen Eisenmangel – somit ist das eine der häufigsten Mangelerkrankungen überhaupt. Verstärkt Frauen (insbesondere Schwangere), aber auch Mädchen und Seniorinnen sind davon betroffen. Das ist deshalb ein Problem, da Eisen als essenzielles Spurenelement an vielen lebenswichtigen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt ist. Gerade die Blutbildung kommt ohne den Vitalstoff nicht wirklich in Gang. Als Ursachen kommen eine gestörte Aufnahmefähigkeit, ein erhöhter Bedarf oder Eisenverlust (z.B. bei einer starken Monatsblutung) infrage.

Blässe und Haarausfall

Dabei entwickelt sich ein Mangel meist stufenweise. Im Anfangsstadium greift unser System auf das sogenannte Speichereisen zurück. Sind unsere Speicher erschöpft, kommt es schon zu einer Beeinträchtigung der Blutbildung und ersten Symptomen wie Müdigkeit, Vergesslichkeit, Blässe und Haarausfall. Sogar ein Juckreiz im Intimbereich kann in dieser Phase entstehen, da der pH-Wert der vaginalen Schleimhaut durcheinander gerät.

Gute Eisen-Lieferanten

Eine Blut-Analyse beim Hausarzt gibt euch Gewissheit, ob ein Eisenmangel (medizinisch: Sideropenie) vorliegt. Je nach Ausprägung kann der Mediziner dann Eisentabletten, -tropfen oder -infusionen verabreichen. Wir können aber auch selbst viel tun, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Die beste Vorbeugung ist eine eisenhaltige Ernährung. Fleisch, Fisch und Nüsse sind natürliche Eisen-Lieferanten. Auch manche Pflanzen liefern diesen Mineralstoff. Dazu gehören z.B. grüne Salate wie Rucola, aber auch Haferflocken, Hirse, Bohnen und Linsen sowie Kräuter. Frauen brauchen übrigens pro Tag 15 mg des Mineralstoffs – in der Schwangerschaft das Doppelte.

Grundsätzlich gilt aber, dass Eisen aus tierischen Lebensmitteln vom Körper besser verwertet wird als aus pflanzlicher Nahrung. Das ist auch der Grund, weshalb Vegetarier oder Veganer sehr oft unter Eisenmangel leiden. Vitamin C begünstigt zudem die Aufnahme von Eisen in den Organismus und beschleunigt die Bildung von roten Blutkörperchen. Spezielle Nahrungsergänzungsmittel können bei Bedarf unterstützend eingenommen werden.