Das hilft bei Apfel-Allergie

Das hilft bei Apfel-Allergie

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Apfelallergie ©istock/pepifoto
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Genussvoll in einen knackigen Apfel beißen? Für etwa zwei Millionen Deutsche alles andere als ein Genuss – sie leiden an einer Apfel-Allergie.

Das leckere Obst löst bei Menschen, die an Apfel-Allergie leiden, den „Schneewittchen-Effekt“ aus. Dazu zählen Juck- oder Hustenreiz, eine laufende Nase, Schwellungen in Mund und Rachen, ein Hautausschlag oder sogar Atemnot. Zumeist trifft es Menschen, die auch auf Pollen von Birken, Erle oder Haselnuss allergisch reagieren. Denn eine Apfel-Allergie ist keine isolierte Allergie, sondern eine sogenannte Kreuzallergie mit Frühblühern – insbesondere der Birke. Ursache der allergischen Reaktion sind Eiweißstoffe, die dem Polleneiweiß ähneln. Und da in den vergangenen Jahren die Zahl der Pollenallergiker massiv zugenommen hat, steigt leider auch die Zahl der Apfelallergiker.

 

Die Apfelsorte ist entscheidend

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Alte Apfelsorten wie Boskoop sind häufig weniger allergen ©istock/ MaikWalzerDesign

Doch es gibt eine gute Nachricht: Betroffene müssen nicht unbedingt auf das gesunde Kernobst verzichten. Insbesondere alte Sorten enthalten weniger allergene Stoffe und können deshalb oft ohne Probleme gegessen werden. Dazu zählen die Sorten Boskoop, Jamba, Berlepsch, Gravensteiner, Hammerstein, Goldparmäne und Altländer. Leider findet man die meisten dieser Sorten nicht in Supermärkten, sondern nur in kleinen Naturkostläden oder auf Märkten.

Dagegen sollten Apfelallergiker lieber die Finger von neu gezüchteten Sorten wie Granny Smith, Golden Delicious, Braeburn, Elstar und Jonagold lassen. Und auch Bio-Äpfel sind kein Garant für Genuss ohne Reue: Sie enthalten in der Regel genauso viele allergieauslösende Stoffe wie „normal“ angebautes Obst.

Allerdings reagiert jeder Allergiker unterschiedlich. Auch alte Sorten sind keine Garantie dafür, dass sie keine allergische Reaktion auslösen. Jeder Betroffene muss deshalb ganz individuell seine passende Apfelsorte finden. Aber Achtung! Wer hochgradig allergisch ist, sollte beim Testen vorsichtig sein und sich am besten vom Arzt beraten lassen.

 

Kochen hilft

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Apfelmus können auch die meisten Allergiker genießen ©istock/Miriam2009

Doch nicht nur die Sorte spielt eine Rolle. Auch die Zubereitungsart ist wichtig. Hitze verändert die Anordnung der Eiweiße in einem Apfel, die für eine Allergie verantwortlich sind. Daher werden gekochte Äpfel meist besser vertragen. Viele Betroffene können sich also zumindest Apfelmus, Apfelkuchen und Apfelkompott schmecken lassen.