Warum ihr nach dem Sex auf die Toilette gehen solltet

Warum ihr nach dem Sex auf die Toilette gehen solltet

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©iStock/PeopleImages

Es gibt einen simplen Trick, mit dem ihr fiesen Blasenentzündungen ein Schnippchen schlagen könnt.

Viele Frauen leiden unter Blasenentzündungen. Laut Statistiken trifft sie jede zweite Frau mindestens einmal im Leben. Besonders verbreitet ist die sogenannte „Honeymoon Zystitis“ (zusammengesetzt aus engl. Flitterwochen und dem Fachbegriff für Blasenentzündungen).

Doch die Blasenentzündung tritt längst nicht nur während der Flitterzeit auf, in der Paare bekanntlich viel Sex haben. Auch sonst können Keime durch die Penetration beim Sex buchstäblich in die Harnröhre hereingerieben werden. Diese liegt nämlich bei uns Frauen anatomisch äußerst ungünstig genau zwischen Scheide und Klitoris. Nach rund 18 Stunden erreichen die Keime dann die Blase und fertig ist handfeste Blasenentzündung.

Ab auf’s stille Örtchen

Ein simpler Trick kann Abhilfe schaffen: Achtet darauf, nach dem Sex die Blase immer auf der Toilette zu entleeren. Der Urin spült dabei alle Keime und Bakterien weg, die sonst in eure Harnröhre gelangen könnten.

Aber Achtung: Vor dem Sex auf Toilette gehen, funktioniert dagegen nicht, denn das erleichtert es den Bakterien wiederum nur, sich zu verbreiten. Also besser den Toilettengang auf später verschieben.

Ihr müsst übrigens nicht sofort nach dem Liebesspiel aus den Federn springen, sondern könnt durchaus eure Kuscheleinheiten mit dem Liebsten danach genießen. Ärzte raten jedoch: Etwa 30 Minuten nach dem Geschlechtsverkehr genügt, um die Keime zuverlässig zu vertreiben.

Wenn es euch doch erwischt hat

Habt ihr euch doch eine Blasenentzündung eingefangen, dann hilft vor allem viel Flüssigkeit. Trinkt zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee und ggfs. entsprechende Tees gegen Blasenentzündung. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf dem Bauch lindert die Schmerzen. Spezielle Cranberry-Säfte oder -Kapseln verfügen über Gerbstoffe, die die Blase stärken. Esst etwas frisch geriebenen Meerrettich, denn die enthaltenen Senföle wirken antibakteriell.

Bei anhaltenden Beschwerden und spätestens dann, wenn ihr Blut im Urin entdeckt, solltet ihr zum Arzt gehen. Denn manchmal hilft dann doch nur das Antibiotikum.

Zum Weiterlesen:

Das hilft bei anderen unangenehmen Beschwerden wie Scheidentrockenheit oder Blähungen.

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