Beipackzettel: Auf diese 6 Punkte kommt’s an

Beipackzettel: Auf diese 6 Punkte kommt’s an

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Beipackzettel
©iStock/EdnaM

Keine Lust auf das Fachchinesisch im Beipackzettel? Wir haben für euch die wichtigsten Informationen verständlich übersetzt.

Versteht ihr den Beipackzettel von Medikamenten? „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage …“ hören wir immer in der Fernseh-Werbung. Klingt ja eigentlich ganz einfach, ist es aber häufig leider nicht: Umfragen sagen, dass vier von zehn Patienten mit dem Fachchinesisch in Beipackzetteln nicht klarkommen. Es gibt aber Formulierungen, auf die ihr besonders achten solltet – sonst kann das für euch gesundheitliche, aber auch rechtliche Konsequenzen haben. Bei weiteren Unklarheiten oder im Zweifelsfall solltet ihr aber immer euren Apotheker oder Arzt um Rat fragen!

Zusammensetzung

Hier sind neben dem Wirkstoff alle Substanzen aufgeführt, die im Medikament enthalten sind. Das ist vor allem für Allergiker und Menschen, die an Unverträglichkeiten leiden, sehr wichtig. So ist z.B. Laktose bei Milchzucker-Unverträglichkeiten kritisch.

Wechselwirkung

Diese Info bitte nie unterschätzen! Ein Antibiotikum etwa wirkt nämlich nicht richtig, wenn man es z.B. gleichzeitig mit einem Säurebinde rgegen Sodbrennen einnimmt.

Einnahme-Zeitpunkt

„Vor der Mahlzeit“ bedeutet, dass ihr das Mittel 30 Minuten vor dem ersten Bissen zu euch nehmen und zwei Stunden zuvor nichts anderes gegessen haben solltet. „Nach dem Essen“ bedeutet, dass man das Mittel 30 Minuten nach dem Dessert schlucken sollte.

Nebenwirkungen

Keine Panik! Um sich juristisch abzusichern, müssen die Pharmafirmen im Beipackzettel auch Dinge nennen, die möglich, aber höchst unwahrscheinlich sind. Die meisten ernsthaften Beschwerden treten bei der Mehrzahl der Medikamente „sehr selten“ auf. Im Klartext heißt das, bei einem von 10 000 Fällen.

Gegenanzeigen

Werden in der Rubrik „Gegenanzeigen“ (oder „Kontraindikation“) Krankheiten oder Umstände (z.B. Herzschrittmacher) aufgeführt, die bei euch zutreffen, nehmt das Medikament nicht ein!

Warnhinweise

Dieser Abschnitt im Beipackzettel ist auch rechtlich wichtig. Steht hier etwa, dass das Mittel eure Verkehrstüchtigkeit herabsetzt und ihr fahrt trotzdem Auto, kann das den Führerschein kosten. Und falls das Arzneimittel Alkohol enthält, sollte es nicht von Kindern oder Schwangeren eingenommen werden.