Richtig atmen gegen den Stress

Richtig atmen gegen den Stress

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Atmen, Stress
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ANZEIGE Atemtrainerin Claudia Kaltenbach verrät im Interview, wie Stress und (falsches) Atmen zusammenhängen.

Stress, Atmen
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Frau Kaltenbach, inwiefern hat die Atmung Einfluss auf die innere Balance?

„Wir atmen ganz automatisch und meistens unbewusst – wer denkt schon über die simple Tätigkeit des Luftholens nach? Unsere Atmung ist jedoch lebenswichtig. Die Atmung ist dafür verantwortlich, dass der Sauerstoff ins Blut und weiter zu den Zellen befördert wird. Durch bewusstes, tieferes Atmen kann mehr Sauerstoff aufgenommen werden und auch die Herzfrequenz senkt sich. Beides hat einen positiven Einfluss auf Körper und Psyche. Und wer seine Atmung trainiert, weitet die Atemwege und kräftigt die Atemmuskulatur. So hilft freies und tiefes Atmen, Körper und Seele zur Ruhe kommen zu lassen – alles entspannt sich.“

Wie atmet man richtig?

„Eine flache und schnelle Atmung belastet den Körper. Denn dabei wird die Kapazität der Lunge nicht vollständig ausgenutzt und ein Teil verbrauchter Luft bleibt in den Lungenbläschen zurück. Das kann die Sauerstoffversorgung der Körpergewebe beeinträchtigen. Muskeln und Organe und vor allem das Gehirn können dann nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen. Wie viel Sauerstoff der Körper aufnimmt, kann mit der richtigen Technik beeinflusst werden: Richtig atmen heißt, tief in den Bauch einatmen und die Lungen wieder ganz entleeren.

Probieren Sie es aus: Ob Sie richtig atmen, lässt sich am Bauch beobachten und fühlen. Wenn sich im Ruhezustand der Bauch beim Einatmen nach vorne wölbt, handelt es sich um eine tiefe Bauchatmung. Wenn sich der Bauch jedoch nach innen zieht, ist dies eine flache, sogenannte Brustatmung. Dabei wird nur in den oberen Bereich der Lunge geatmet, die Hälfte der Kapazität bleibt ungenutzt. Dadurch fühlt man sich schnell schlapp und müde.“

Wie kann man den Atem nutzen, um Stress abzubauen? Gibt es eine einfache Übung?

„Es gibt eine Reihe einfacher Übungen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen – auf dem Weg zur Arbeit, in der Bahn, beim Einkaufen an der Kasse oder zu Hause beim Kochen.

Zum Einstieg ist die Übung „Bauchatmung wahrnehmen“ sehr empfehlenswert.

a) Hände aufeinander legen und im Uhrzeigersinn auf dem Bauch kreisen.

b) Dann die Hände auf dem unteren Bauch liegen lassen und das Heben und Senken der Bauchdecke wahrnehmen.

Das Ganze etwa 1–2 Minuten durchführen. Die Wirkung: ein vertiefte und ruhige Atmung, Entspannung und Loslassen von Gedanken.“

Noch mehr Atemübungen von Claudia Kaltenbach lest ihr am Samstag auf Lisa.de.

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