Angst vorm Zahnarzt: So werdet ihr sie los

Angst vorm Zahnarzt: So werdet ihr sie los

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Angst vorm Zahnarzt
©iStock/skynesher

Jeder achte Erwachsene in Deutschland hat Angst vorm Zahnarzt. Dabei gibt es mittlerweile Methoden, die bei der Begegnung mit Spritze und Bohrer für Entspannung sorgen.

Ihr geht ungern zum Zahnarzt? Immerhin: Ihr geht. Wer dagegen unter Behandlungsphobie leidet, meidet oft jahrelang jede Praxis. Etwa 13 Prozent aller Deutschen leiden unter einer solchen massiven Furcht. Schon der bloße Gedanke an einen Zahnarzt löst bei ihnen Schweißausbrüche, Übelkeit, Herzrasen oder Durchfall aus.

So entsteht die Angst vorm Zahnarzt

Mögliche Ursachen sind Horrorgeschichten von Freunden und Bekannten – oder eigene traumatische Erlebnisse der Verhangenheit. Je länger man dann nicht hingeht, desto schlimmer wird die Angst vorm Zahnarzt dann. Und der Zahn der Zeit nagt an den Beißern der Betroffenen. Dabei gibt es durchaus Wege aus dieser vermeintlichen Sackgasse.

Vertrauensvolle Umgebung

Wer schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte zunächst den Zahnarzt wechseln: Fragt Freunde und Kollegen nach einem, dem sie vertrauen. Sprecht offen mit dem Arzt und dessen Personal über eure Furcht. Ein guter Zahnarzt wird darauf eingehen, z.B. indem er euch nicht unnötig warten lässt. Außerdem sollte er vor der Behandlung jeden Schritt erklären und Zeit zum Nachfragen lassen. Wichtig ist, dass euch die Atmosphäre in der Praxis gefällt. Sie sollte nicht kalt, anonym und ungemütlich sein.

Behaltet einen Talisman oder einen vertrauten Gegenstand in der Hand. Vielleicht legt euer Zahnarzt eure Lieblings-CD auf, lässt Entspannungsmusik laufen oder einen beruhigenden Spielfilm. Verabredet zudem ein Zeichen, bei dem er sofort eine Behandlungspause einlegen soll.

Lachgas & Hypnose

Für kurze bis mittellange Behandlungen hat sich Lachgas bewährt. Das schnell wirksame Narkosemittel nimmt die Angst und entspannt. Ein wichtiger Vorteil: Der Patient erlebt die Behandlung bei Bewusstsein und lernt, dass der Eingriff nicht so schlimm ist. Alternativ ist eine Vollnarkose eine Option. Die kann aber nicht der Zahnarzt geben – sie muss von einem ausgebildeten Anästhesisten eingeleitet und überwacht werden. Mittlerweile bieten auch immer mehr Praxen eine Hypnose-Behandlung an, für die der Zahnarzt eine Ausbildung absolviert hat. Er versetzt den Patienten mithilfe eines Rituals oder eines Gesprächs in Trance. Der Patient kann auf Anweisungen reagieren und hat das Gefühl, dass nur ein Teil von ihm auf dem Behandlungsstuhl liegt. Ein anderer Teil aber befindet sich an einem selbst gewählten, angenehmen Ort.

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