7 gute Gründe, öfter barfuß zu laufen

7 gute Gründe, öfter barfuß zu laufen

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Barfuß laufen
©iStock/Bicho_raro

Schuhe aus, den Boden spüren. Barfuß laufen ist nicht nur herrlich befreiend, sondern auch richtig gesund

Nach einem langen Tag ist barfuß sein ein Stück Freiheit:  die einengenden Schuhe abstreifen, die Zehen wieder spüren und bewusst spreizen, die Haut atmen lassen. Dieses wunderbare Gefühl sollten wir viel öfter genießen und am besten mehrmals am Tag die Schuhe und auch die Strümpfe ausziehen. Im Haus, im Garten, im Wald, auf der Wiese oder unter dem Schreibtisch (wenn es niemanden stört). Traut euch, barfuß zu laufen und spürt bereits nach kurzer Zeit, wie gut das tut – eurem Körper und der Seele.

1. Bewegungsfreiheit

Hohe Absätze und spitz zulaufende Schuhe sind schön, aber leider eine ziemliche Qual für unsere Füße. Deswegen sollten wir diese nicht zu lange tragen und besonders unseren Zehen öfter mal ihren Freiraum gönnen. Tipp: Tragt am Abend 10 Minuten lang einen Zehenspreizer, wie man ihn zum Nägellackieren benutzt. Damit gebt ihr euren strapazierten Zehen mehr Bewegungsspielraum.

2. Sinnes-Wahrnehmung

Das Gras kitzelt unter den Sohlen, wir sinken in den weichen Boden ein – mit nackten Füßen können wir den Untergrund, auf dem wir laufen, intensiv spüren. Das stärkt die Sinneswahrnehmung. Zudem werden die Fußreflexzonen stimuliert, die in Verbindung mit vielen anderen Bereichen des Körpers stehen. Keine Angst vor Morgentau: Der Kältereiz ist toll für unsere Durchblutung und eine starke Abwehr.

3. Gratis-Massage

Unebenheiten und Steinchen, die man mit bloßen Füßen auf Wiesen und am Strand spürt, sind nicht nur eine kostenlose Fußmassage. Sie härten auch unsere Füße ab, weil sie die obere Hautschicht dicker werden lassen. Keine Angst: Mehr Hornhaut gibt es nicht. Die entsteht eher durch Reibung und Feuchtigkeit – in Schuhen.

4. Bessere Lauftechnik

Wenn wir ohne Schuhe laufen oder sogar joggen, sind wir gezwungen, unsere Füße sanfter aufzusetzen als mit Schuhen, die als Dämpfer dienen. Allmählich setzen wir so statt mit der Ferse mit dem Mittelfuß auf. Das freut Fuß-, Knie- und Hüftgelenke. Weil man nicht immer und überall mit nackten Füßen auftauchen kann, gibt es Barfußschuhe (z.B. von Leguano oder Vivobarefoot).

5. Schutz vor lästigen Infektionen

Nicht barfuß stecken wir uns mit Fuß- oder Nagelpilzen an, diese gedeihen eher in feuchtwarmen Schuhen. 20 Prozent der Deutschen sind betroffen. Also raus mit den Füßen an die frische Luft. Dort freuen sie sich nicht nur über Trockenheit: Wer sie regelmäßig „frei“ lässt, sorgt für eine gute Durchblutung – und warme Haut schützt ebenfalls vor Pilzbefall.

6. Gesundes Kind

Kinder, die viel barfuß laufen, haben – so zeigt eine Studie – nicht nur gesunde Füße, sie sind auch leistungsfähiger, können höher springen und besser balancieren. Das liegt laut Sportmedizinern daran, dass Barfußläufer eher mit der Ferse aufsetzen und „Schuh-Kinder“ eher mit dem Vorfuß.

Gute Haltung

Wer häufiger barfuß läuft, stärkt seine Rückenmuskulatur. Denn das Tragen von Schuhen, auch nur mit kleinen Absätzen, verkürzt unsere Bänder und Sehnen. Zudem machen wir durch eine schwache Fußmuskulatur oft Ausgleichsbewegungen, die zu Fehlstellungen der Hüfte und der Wirbelsäule und somit zu Rückenschmerzen führen können. Durch das Barfußlaufen stärken wir all diese Bereiche, sorgen insgesamt für ein gutes Körperfundament und verbessern so unsere ganze Haltung. Spezielle Schuhe (siehe Grund vier) können dazu beitragen. Aber Vorsicht: Auch Barfußlaufen muss man (wieder) lernen, deswegen sollte man es langsam angehen

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